Ohne Handy den Pfad finden

Der nachfolgende Artikel entstammt der Gießener Allgemeinen Zeitung vom 06. Mai 2015. Wir danken für die Veröffentlichung!

Rabenau (rüg/pm). Sie sitzen am Feuer, schlafen im Zelt und tragen fast immer ein Halstuch. Es gibt sie außer in sec s Staaten auf der ganzen Welt verteilt und sie sind nach den großen Weltreligionen mit einer halben Milliarde aktiver und ehemaliger Mitglieder die größte Vereinigung der Welt. DieRede ist von der Pfadfinderbewegung. Eine solche Gruppe gibt es auch im Lumdatal.

Der Stamm „Martin Luther“, benannt nach dem großen Reformator, hat etwa 35 Mitglieder und ist in der evangelischen Kirchengemeinde Londorf aktiv, zu der Londorf, Kesselbach, Allertshausen sowie Climbach gehören. „Wir fühlen uns aber nicht nur zu diesen Orten, vielmehr zu unserer Region zugehörig. Deswegen ist auch das Lumdatal ein Teil unseres Namens“, heißt es auf der Homepage des Stammes.

„Gutes Tun braucht kein Gesetz“

Wie beschäftigen sich Kinder und Jugendliche heute? Kaum ein Kind ohne 5pielekonsole, Handy oder Computer. Durch G8 (verkürzte Schulzeit) wird auch von der Schule immer mehr der täglichen Freizeit den Jugendlichen abverlangt. „Die Pfadfinderei bietet eine Alternative zum Schulbankdrücken und der häufig einseitigen Beschäftigung von Kindern und Jugendlichen“, meint Jonas Höchst von den Martin-Luther-Pfadfinder. Und zwar abseits des Klischees vom „Jungen in kurzer Hose, der auf der Suche nach einer alten Dame, der er über die Straße helfen kann, ist“.

Denn der Leitspruch „Jeden Tag eine gute Tat“ sei nicht wörtlich zu verstehen. Gutes zu tun brauche kein Gesetz. „Es ist eine Botschaft, die wir den Kindern über die Jahre versuchen zu vermitteln. Das Reflektieren des eigenen Handelns hat doch eine viel wichtigere Bedeutung als, das sture Befolgen von gegebenen Regeln“, so Höchst.

Bei den Pfadfindern gibt es Methoden, die dies vermitteln sollen. Statt einen Trainer, der Anweisungen gibt oder einem Lehrer, der Aufgaben verteilt, wird die Gruppe in die Planung mit einbezogen. Ein geflügeltes Wort aus der Arbeit: „Pfeif auf die Regeln – probier es aus!“ Natürlich könne man Kinder nicht sich selbst überlassen. „Aber man kann sie leiten, damit sie erkennen was gut für sie ist und von was sie eher Abstand halten sollten. Auf die heiße Herdplatte fasst man eben nur ein einziges mal“, so Höchst.

Viel wichtiger sei jedoch der Umgang miteinander, zwischenmenschliche Verhaltensweisen, die ansonsten auch unter der immer knapper werdenden Freizeit leiden würden. In den Gruppenstunden und vor allem auf den Freizeiten soll dies vermittelt werden. Backen, Kochen, Knoten üben oder auch gemeinsam eine Flussüberquerung schaffen – das stärkt Zusammengehörigkeitsgefühl und Verantwortungsbewusstsein.

Auch das gehört zu den Gemeinsamkeiten: Martin-Luther-Pfadfinder stärken einem Geländespiel in geselliger Runde.

Auch das gehört zu den Gemeinsamkeiten: Martin-Luther-Pfadfinder stärken einem Geländespiel in geselliger Runde.

Beliebt sind natürlich die Lager. Vor zwei Jahren war man in Ungarn, im August steht die Hallig Hooge auf dem Programm. Auch für die Verteilung des Friedenslichtes zu Weihnachten engagieren sich die Lumdatal-Pfadfinder oder schlagen beim Allendorfer Nikelsmarkt ihre Jurte auf, um die Besucher mit Getränken zu verköstigen.

Spaß haben und etwas lernen

Höchst: „Über die vielen Jahre entwickeln sich so in der gemeinsam alternden Gruppe Werte, die das Leben auch außerhalb des Pfadfinderischen beeinflussen. Die Fähigkeiten, Ansichten und Werte eines jeden einzelnen gehen in das Kollektiv der Gemeinschaft ein. So passiert es dann auch, dass Personen, die schon lange nicht mehr Teil unserer aktiven Arbeit sind, auch nach Jahren noch sagen: Einmal Pfadi, immer Pfadi!“ Seit Oktober vergangenen Jahre gibt es zwei neue Gruppen im Pfadfinderstamm Martin Luther. Auf die Frage, wie sie zum Mitmachen gekommen seien, hätten die meisten Kinder erklärt, dass sie durch Freunde, Geschwister oder ihre Eltern auf die Gruppenstunden hingewiesen wurden. Schon spannender sei dann die Frage gewesen, warum sie dabei geblieben sind. „Weil’s Spaß macht und man etwas lernen kann“, habe man von verschiedenen Kindern zu hören bekommen. Das Spielen in der Natur sei als positiver Aspekt genannt worden.

Die Verleihung des Halstuchs sei für einige ein Höhepunkt gewesen, berichtet Höchst weiter. „Wir tragen das Halstuch um uns gegenseitig zu erkennen und um uns unsere pfadfinderische Identität immer wieder ins Gedächtnis zu rufen. Die Kinder empfinden sich mit der Übergabe des Halstuchs als Teil der Gruppe und unserer Gemeinschaft.“

Die Gruppenstunden finden außerhalb der Schulferien im evangelischen Gemeindezentrum in Londorf statt. Es gibt insgesamt sechs Gruppen: Die „Meute Balu<“ (7-10 Jahre) trifft sich montags um 17.30 Uhr, die Jungpfadfinder (1O/11 Jahre) der „Sippe Marsupilami“ freitags um 15 Uhr, die „Grauwölfe“ (10/11) freitags um 16.30 Uhr, die „Königstiger“ (12/13) donnerstags um 16.30 Uhr, die „Luchse“ (Pfadfinder 14/15 Jahre) freitags um 18.15 Uhr und die „Steinmarder“ (15/16) mittwochs um 18.30 Uhr.

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Scan-Version des Artikels „Ohne Handy den Pfad finden“, Gießener Allgemeine Zeitung, 06. Mai 2015.

Meine Wahl! – 26. April 2015

Demokratie ist eine feine Sache, bei uns Pfadfindern zum Beispiel auf der Mitgliederversammlung am 10. Mai. Am kommenden Sonntag wählt die Evangelische Kirche in Kurhessen Nassau (EKHN) ihre Kirchenvorstände. Und natürlich auch in unserer Kirchengemeinde wird gewählt! „Wahlberechtigt sind alle Gemeindemitglieder, die am Wahltag das 14. Lebensjahr vollendet haben.“

Die Details zur Wahl sind den Wahlberechtigten schon in einem Brief zugestellt werden, hier gibt es noch einmal die Kandidatenliste:

Ort Plätze Kandidaten
Londorf 6 Sabine Gräf – Erich Klein – Alexander Laubach – Ursula Lich – Hiltrud Lohwasser – Jürgen Schnecker – Karin Schönhals – Magda Singer
Allertshausen 2 Gerald Burk – Andreas Hahn-Hofmann – Doris Hubka – Egon Kellermann
Climbach 2 Tamara Martin-Huschka – Astrid Schäfer – Isabel Schön
Kesselbach 2 Sonja Blaufelder – Anneliese Grün – Herta Klös – Mario Rizzo

Geht zur Wahl und gebt eure Stimme ab, ihr entscheidet nicht nur wer im Kirchenvorstand sitzt, sondern gebt den gewählten auch einen kräftigen Motivationsschub mit.

Gut Pfad, Jonas Höchst

Vorbild sein, du sollst!

So hätte Yoda einen Punkt unserer Reflexion der Arbeit im Stamm vermutlich ausgedrückt. Bei uns war das ganze dann schon etwas runder formuliert…

Wir waren auf Führungsrunden Klausurfahrt.

Wer nicht weis worum es geht, dem möchte ich es erläutern. Die FüRu fährt meistens zu Anfang des Jahres für ein Wochenende weg, um mal wieder etwas mehr Zeit den Vorbereitungen von Veranstaltungen zu Verbringen. Wir erstellen dort einen Jahresplan, mit all den schönen Veranstaltungen an denen wir und vor allem die Kinder teilnehmen – wer sich für die Termine interessiert, der sei auf den Kalender verwiesen. Dieses Wochenende haben wir über die Sommerfahrt auf die Hallig Hooge, das Baulager in den Osterferien und das Römerlager gesprochen und viele kluge und manche Kreative Ideen gefunden.

Das Sommerlager wird zum Thema Jim Knopf stattfinden. Die Hallig ist schießlich fast eine Insel mit zwei Bergen! Wer sich schonmal darauf einstellen will, findet hier einen Klassiker:

Darüber hinaus haben wir viel über uns geredet und wie wir miteinander arbeiten wollen, auch dafür muss man sich eben manchmal Zeit nehmen.

Wir freuen uns auf ein schönes Jahr 2015 mit euch allen!

Gut Pfad, Jonas

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Thinking Day 2015

Der 22. Februar ist der gemeinsame Geburtstag von Olave und Robert Baden-Powell. Es ist zur Tradition vieler Pfadfinder geworden dieses Tag zu feiern. In diesem Jahr gibt es drei große Projekte an denen ihr teilhaben könnt:

Mit Kluft und Halstuch in die Schule oder zur Arbeit gehen

… sorgt auf jeden Fall für Aufmerksamkeit! Aber vielleicht seht ihr jemanden, der auch Pfadfinder ist, von dem ihr es aber noch gar nicht wusstet. Oder jemand erkennt euch? Findet es heraus und verbringt den 22. Februar in Kluft & Halstuch!

Postkarten

… mag eigentlich jeder. Wer einem anderen eine Freude macht, dem wird auch selbst eine Freude gemacht. Meldet euch hier für die Postkartenaktion an. Achtung: nur noch bis zum 31. Januar 2015 möglich! Ihr gestaltet die Rückseite eine Postkarte und sendet Sie einem anderen Pfadfinder, der sich darüber freut. Genauso bekommt auch ihr eine Postkarte!

Bild von http://www.vcp.de/scouting100/aktionen/thinking-day/thinking-day-postkarten/

Foto von pressefeuer.at

Foto von pressefeuer.at

Der Thinking Day Penny

Bei dieser Aktion gibt jeder Spender 5 Cent pro Lebensjahr an den Ring Deutscher Pfadfinder. Das Geld wird von da aus an verschiedene Bildungsprojekte weitergeleitet.

Weitere Infos gibt es auf der Website des Thinking Day.

Gut Pfad, Selina und Jonas

Ein Jahr unter Pfadfindern

24. Ein eher ungewöhnliches Alter um Pfadfinder zu werden, möchte man meinen. Ein knappes Jahr nach meinem Quereinstieg in den VCP blicke ich zurück wie es von statten ging und was sich alles seit dem getan hat.

Angefangen hatte alles damit, dass man mich fragte, ob ich bei einem Apfelsaft-Wochenende des Stammes Martin Luther Lumdatal mithelfen wolle. Mit eigentlicher Pfadfinderei hatte das noch relativ wenig zu tun, mal ganz davon abgesehen, dass ich zu diesem Zeitpunkt, außer den typischen Klischees, noch kaum Ahnung hatte, aber es ist als mein erster Kontakt mit den Aktivitäten der Spezies Homo Scoutensis festzuhalten.

Atze auf dem Apfelsaftlager 2011

Atze auf dem Apfelsaftlager 2011 (auf dem Bild rechts unten)

Im Sommer 2013 begleitete ich selbigen Stamm auf ihrer Sommerfahrt nach Ungarn, wo ich eine sehr schöne Zeit hatte und schon eher eine Vorstellung davon bekam, wie es so laufen kann, auch wenn auf Grund der extremen Hitze auf verschiedenes wie ein Hajk verzichtet wurde und es eher wie ein sommerlicher Urlaub war. Ich durfte mich dort auch als Koch versuchen, was wohl gut ankam und man fragte mich auch schon, ob ich nicht auch auf das Bundeslager mitkommen wolle, was ich noch belächelnd mit einem „mal schauen“ abtat, aber dazu später mehr. Nach Ungarn war ich zugegebenermaßen recht erschöpft, nicht nur wegen der langen Autofahrt, welche mir als Materialtransport oblag, aber ich fühlte mich gut, glücklich.

Genau genommen lässt sich der Anfang von allem noch viel früher setzen. In der elften Klasse lernte ich Heiko kennen. An einigen Wochenenden war dieser wegen „Pfade finden“ unterwegs, das wusste man. Über ihn machte ich Bekanntschaft mit Jonas, ebenfalls dieser Sache zugehörig. Beide sind nun schon lange enge Freunde von mir, welche ich nicht missen möchte. Mit letzterem wohne ich mittlerweile in einer WG, welche noch eine weitere Pfadfinderin beherbergt. Bereits lange vor meinem Beitritt lernte ich viele interessante Menschen kennen, auch außerhalb der Region, wobei sich mein Verständnis von diesem Begriff noch wandeln sollte.

Aber nun ans Eingemachte: Man lud mich ein mit dem VCP Hessen auf dem Donnerskopf Silvester zu feiern. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich mir, „jetzt steckst du schon so tief drin, kannste dich auch gleich anmelden.“ Ruckzuck ratterte meine Anmeldung durchs Landesbüro und pünktlich zum 1.1.2014 war ich offiziell Mitglied im VCP. So schnell kann es gehen.

Von da an ging alles Schlag auf Schlag: Ein ungemein großer Bekanntenkreis baute sich zusätzlich neben meinem „normalem“ Umfeld auf, ich wurde in die Stammesarbeit eingespannt und war bei allem dabei wo ich nur konnte, von der Meute bis hin zu Überregionalem, wo man mich eben brauchte. Man wird zum Stammeskoch gemacht, bereitet das Stammeslager mit vor, wird aufgenommen und bekommt sein Halstuch, ist Teil weiterer Lager, fährt auf Netzwerktreffen, als Techniker auf das Bundeslager et cetera. Nicht immer war es einfach, häufig sogar ziemlich fordernd, vom ständigen Schlafmangel ganz zu Schweigen, aber man wuchs mit seinen Aufgaben und Erfahrungen, tauchte immer weiter ins Pfadfinderleben ein, sodass aus einem Hobby eine hohe Priorität wurde, als hätte man nie etwas anderes gemacht. Auch wenn mir im Gegensatz zu den meisten vieles fehlt, wie etwa in einer Sippe groß zu werden oder eine eigene zu haben, niemals möchte ich meine Entscheidung rückgängig machen wollen. Der herzliche Umgang miteinander, die positive Resonanz und Anerkennung, immerzu Neues kennenlernen und die daraus resultierende Motivation an sich selbst zu arbeiten sprachen mich sehr an. Viele Menschen meines Umfelds zeigten sich erstaunt, als sie erfuhren, dass ich nun Pfadfinder sei, könnten sich das nur schwer vorstellen. Einige Pfadfinder dagegen waren teils verwundert, dass ich erst seit so kurzem dabei sei, was wohl dafür spricht, wie wohl ich mich fühle. Weshalb mich zunächst viele nicht in der Rolle des Scouts vorstellen konnten, liegt wohl an den amerikanisch geprägten, para-militärischen Klischees. Wie fern oder nah die Realität daran sein kann, merkte ich durch Kontakt mit anderen Stämmen, Regionen und Pfadfinderbewegungen, die verschieden weitreichenden Auslegungen und der Einfluss des Bündischen.

Es ist wahrlich nicht immer alles blumig, aber darum geht es ja, es eben besser zu machen. Ich kann jedem empfehlen sich mal ein wenig Pfadfinderisches in seinem Leben zu geben. Vieles mag etwas befremdlich und eigenartig wirken, wer ganz frisch damit in Kontakt kommt und auch wenn es einen nicht dazu hinreißt es selbst zu werden, wird es mit Sicherheit doch ein Erlebnis sein, ist man offen für das was geboten wird und noch wichtiger, was man alles selbst leisten kann.

Gut Pfad, Matthias aka Atze

Lumdataler Pfadfinder holen das Friedenslicht

Im Jahre 1986 wurde vom österreichischen Fernsehsender ORF eine Aktion losgetreten, die bis heute wächst: Das Friedenslicht von Betlehem. Im Zentrum dieser Aktion steht eine Flamme, die jedes Jahr in der Geburtsgrotte Jesu entzündet wird. Von dort aus wird sie mit dem Flugzeug nach Wien gebracht, wo sie in einem Aussendungsgottesdienst an Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus mehr als 30 Ländern übergeben wird.
Die Pfadfinder empfangen die Flamme dort und machen sich mit der Bahn oder dem Flugzeug auf in ihre Heimat, um das Licht und die Idee des Friedens auch dort weiter zu verbreiten.

In diesem Jahr steht die Aktion unter dem Motto „Friede sei mit dir, Shalom, Salam.“, und soll auf die Probleme und den nötigen Dialog zwischen den drei monotheistischen Weltreligionen aufmerksam machen.

Die Lumdataler Gruppe des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) war schon ab Sonntag in der Grünberger Stadtkirche zu Gast und feierte den Advent und das vergangene Jahr. In verschiedenen AGs wurden Plätzchen gebacken, Lederringe für das Pfadfinderhalstuch geflochten, Christbaumschmuck gebastelt und Lebkuchenhäuschen gestaltet. Die abendliche Adventsfeier wurde mit dem Gruselspiel „Die Werwölfe vom Düsterwald“ eröffnet, um dann später in andächtiger Stimmung gemeinsam zu singen, Tschai zu trinken und die zuvor gebackenen Plätzchen zu essen.

Am nächsten Tag hieß es gleich nach dem Frühstück aufräumen, um mit dem Zug zum Friedenslichtgottesdienst nach Fulda zu fahren. Zusammen mit anderen Pfadfindern aus Marburg, Bad Nauheim und Kirtorf (Vogelsberg) verging die Zugfahrt wie im Flug.
Im ökumenischen Fuldaer Gottesdienst waren zwei syrischstämmige Deutsche zu Gast, die vom Besuch ihrer Heimat im Sommer berichteten. Sie kritisierten die die Folgen des Krieges und berichteten über ihre gefährliche Einreise. Der mit Bildern untermalte Bericht verdeutlichte die Reichweite des Krieges zusätzlich. Nachdem das Licht von den vier Besuchern des Wiener Gottesdienstes übergeben wurde, zündeten die Besucher gegenseitig ihre Kerzen an dieser Flamme an um das Symbol des Friedens zu verbreiten.

Friedenslicht2014-35

Die Lumdataler Pfadfinder begaben sich nach dem gemeinsamen Abschlusskreis und einer kurzen Wartezeit mit dem Zug zurück in ihre Heimat. An jeder Haltestelle stiegen zwei von ihnen mit entzündeten Kerzen aus, um das Friedenslicht an die schon am Bahnsteig wartenden Menschen zu verteilen. Dank guter schneller Übergabe des Lichtes und guter Koordination mit der Hessischen Landesbahn traf diese mit nur leichter Verzögerung schließlich in Gießen ein.

In dieser Woche sind Pfadfinder aus verschiedenen Ecken Deutschlands in Berlin zu Gast, um das Friedenslicht in die Bundesministerien zu bringen und so an den Frieden zu erinnern. Die Lumdataler Pfadfinder leisteten ihren Anteil daran durch das Verteilen aus den Zügen und werden am 21. Dezember sowohl dem katholischen Gottesdienst (09:30 Uhr), als auch den evangelischen Gottesdienst (10:30 Uhr) in Londorf besuchen. In Allendorf/Lumda wird die Flamme des Friedens dann an Heilig Abend um 16:00 Uhr in der evangelischen Kirche gebracht. Die Besucher, die die Flamme mit in ihr zuhause nehmen wollen, sind gebeten Kerzen mitzubringen.

Die Hallig Hooge

Liebe Pfadis,

im nächsten Jahr geht es für unseren Stamm vom 14. bis 24. August 2015 auf die Hallig Hooge. Die Insel ist nur 5 Meter über dem Meeresspiegel.
Wir sind auf einem Zeltplatz direkt am Meer. Auf der Hallig gibt es keine Autos, und der nächste Supermarkt ist auch ein Stück weg, es wird ein Abenteuer!

hallig-hooge-mit-warftBild von: http://www.traum-ferienwohnungen.de/reisemagazin/nationalpark-wattenmeer-unesco-welterbe/

Wer sich schonmal darauf einstellen will, dem empfehle ich den Beitrag des ZDF, den ich unten eingebunden habe.

Ab Minute 9:30 könnt ihr kurz unseren Gastgeber auf der Insel sehen: Leif und seine Frau Swantje auf der Volkertswarft, vielen Dank für dafür an Heiko!

Gut Pfad, Jonas

Altstadtfest des Nikelsmarkts 2014

Am Sonntag war Altstadtfest anlässlich des 644. Nikelsmarkts in Allendorf. Das lockte wieder viele Besucher, Marktbeschicker und Vereine. Auch die Pfadfinder von Stamm Martin Luther Lumdatal waren dabei!

Nikelsmarkt Pfadfinder

Bei der evangelischen Kirche in Allendorf haben Sie ihr großes Schwarzzelt, die Jurte, aufgebaut. Zwar kann man im Zelt auch Feuer machen, jedoch war so schönes Wetter, dass sie ihre Feuerschale raus gestellt hatten. Stockbrot gab es für Jeden und bei schöner Glut wurde das richtig lecker und knusprig! Den Tschai, ihr Traditionsgetränk, mit verschiedenen Fruchtsäften mit Tee, Gewürzen und Früchten aufgekocht, konnte man erwerben. Für die „Großen“ gab es den auch mit Wein. An kühlen Tagen super und am Feuer gleich viel gemütlicher.
Man konnte gemütlich am Feuer sitzen und dem Klang der Gitarre und Ukulele lauschen.

Das Planungs- und Aufbauteam hat alles gegeben und es war eine sehr schöne Veranstaltung.
Im nächsten Jahr kommen die Pfadis wieder, mit Stockbrot und Tschai und freuen sich über viele Besucher.

Gut Pfad, Selina

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„Papas, Knollen und Erdäpfel“

Es waren Herbstferien im Lumdatal, da haben sich die Pfadis der Gruppe „Meute Balu“ vom 30.-31.10. in Londorf zum Lager über die „dolle Knolle“ getroffen. Mit Schlafsack und Isomatte bepackt kamen 11 Wölflinge und 5 Betreuer zu den Gemeinderäumen der evangelischen Kirche.
Dann ging’s los und die Wölflinge im Alter von 6-10 Jahren wurden bei einem Geländespiel auf den Prüfstand gestellt. In Gruppen sind sie losgezogen zu Stationen rund um die überaus vielfältige Kartoffel: Wann wird sie angebaut? Wie pflanzen die Bauern sie überhaupt? Woher kommt die Knolle? Worin steckt überhaupt überall Kartoffel? Was kann die Stärke aus der Kartoffel so tolles?
Zurück bei den Jugendräumen, machten sich unsere Köche ans Werk. Kartoffeln – natürlich!
Nicht nur weil alle hungrig waren, sondern auch weil das Küchen Team seinen Job versteht, waren alle sehr zufrieden und satt geworden.
Um das abzurunden wurde danach in gemütlicher Runde der uralte Peter Lustig Klassiker „Eine dolle Knolle“ geschaut. Obwohl alle satt waren, kam der ein oder andere auf die Idee am liebsten Bratkartoffeln, Chips und Pommes essen zu wollen. Die Kinder wetteten schon was es wohl am nächsten Tag aus Kartoffeln zu essen geben würde.
Dunkel war es längst und die Kinder konnten ihren Schlafplatz herrichten. Besser ist das, denn nach dem folgenden Singeabend sind die meisten zu müde dafür und würden es gar nicht mehr schaffen.

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Bei Tschai, dem Traditionsgetränk der Pfadis, Gitarren- und Ukulelenklängen, Singsang, Keksen und Gummibärchen wurde es gemütlich. Der Kerzenschein lud zum Schlummern ein, doch die meisten schafften es davor noch in den Schlafraum.
Nachdem der letzte ruhig wurde, gab es für die Wölflinge noch etwa 1 ½ Stunde Schlaf; für die Betreuer eine Tasse Kaffee. Denn der große Spaß der Betreuer war das Wecken zur Nachtwanderung- das MUSS man einmal mitgemacht haben! Als Kind, wie auch als Betreuer.
Eigentlich ist das Highlight bei jedem Lager der Singeabend mit Tschai, bei diesem Lager war es wohl eher die Nachtwanderung.
Gute 3 Kilometer in der Dunkelheit ging es im Feld bis zu einem Platz. Fast ganz im Dunkeln, weil es sehr außerhalb und bewölkt war.
Es war wieder Zeit für ein Ritual. Vier Kinder aus unserer Gruppe haben sich jahrelang gut entwickelt und sind nun so alt um in eine kleinere Gruppe, die Sippe, zu kommen. Außerdem wurden zwei weitere nun durch das symbolische Halstuch zu unserer Meute Balu aufgenommen.
Zurück ging es wesentlich schneller als hin, da wollten wohl einige weiter schlafen.
Am nächsten Morgen war dann alles etwas später, aber dank des wunderschönen goldenen Oktobers, ging’s raus zur Andacht. Eine Geschichte und ein paar Lieder rund um Toleranz. Danach zum Auspowern in den Burggarten. Parallel bereiten die Betreuer die AG’s vor: Chips selber machen, Kartoffeln aushöhlen und schnitzen wie Kürbisse, und Pommes selber machen.
Wie einfach so Chips und Pommes selber machen doch war und vor allem wie unglaublich lecker!
Ziemlich müde wurde schnell gemeinsam aufgeräumt. Nur weil alle mit angepackt haben ging das sehr schnell. Ein paar Bilder zum Schluss und die ersten Eltern standen bereit ihre Kinder abzuholen. Ein sehr schönes, harmonisches und erkenntnisreiches Lager ging zu ende.
Außerdem bekam jeder das, dankenswerter Weise von ZDF zugeschickte, Heft von Peter Lustig rund um „die dolle Knolle“ und einen Aufnäher, der uns alle immer an das Lager erinnern wird. Nebenbei ein großes Dankeschön an das sehr fähige und spontane Betreuer-Team.

Gut Jagd, Selina