„Papas, Knollen und Erdäpfel“

Es waren Herbstferien im Lumdatal, da haben sich die Pfadis der Gruppe „Meute Balu“ vom 30.-31.10. in Londorf zum Lager über die „dolle Knolle“ getroffen. Mit Schlafsack und Isomatte bepackt kamen 11 Wölflinge und 5 Betreuer zu den Gemeinderäumen der evangelischen Kirche.
Dann ging’s los und die Wölflinge im Alter von 6-10 Jahren wurden bei einem Geländespiel auf den Prüfstand gestellt. In Gruppen sind sie losgezogen zu Stationen rund um die überaus vielfältige Kartoffel: Wann wird sie angebaut? Wie pflanzen die Bauern sie überhaupt? Woher kommt die Knolle? Worin steckt überhaupt überall Kartoffel? Was kann die Stärke aus der Kartoffel so tolles?
Zurück bei den Jugendräumen, machten sich unsere Köche ans Werk. Kartoffeln – natürlich!
Nicht nur weil alle hungrig waren, sondern auch weil das Küchen Team seinen Job versteht, waren alle sehr zufrieden und satt geworden.
Um das abzurunden wurde danach in gemütlicher Runde der uralte Peter Lustig Klassiker „Eine dolle Knolle“ geschaut. Obwohl alle satt waren, kam der ein oder andere auf die Idee am liebsten Bratkartoffeln, Chips und Pommes essen zu wollen. Die Kinder wetteten schon was es wohl am nächsten Tag aus Kartoffeln zu essen geben würde.
Dunkel war es längst und die Kinder konnten ihren Schlafplatz herrichten. Besser ist das, denn nach dem folgenden Singeabend sind die meisten zu müde dafür und würden es gar nicht mehr schaffen.

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Bei Tschai, dem Traditionsgetränk der Pfadis, Gitarren- und Ukulelenklängen, Singsang, Keksen und Gummibärchen wurde es gemütlich. Der Kerzenschein lud zum Schlummern ein, doch die meisten schafften es davor noch in den Schlafraum.
Nachdem der letzte ruhig wurde, gab es für die Wölflinge noch etwa 1 ½ Stunde Schlaf; für die Betreuer eine Tasse Kaffee. Denn der große Spaß der Betreuer war das Wecken zur Nachtwanderung- das MUSS man einmal mitgemacht haben! Als Kind, wie auch als Betreuer.
Eigentlich ist das Highlight bei jedem Lager der Singeabend mit Tschai, bei diesem Lager war es wohl eher die Nachtwanderung.
Gute 3 Kilometer in der Dunkelheit ging es im Feld bis zu einem Platz. Fast ganz im Dunkeln, weil es sehr außerhalb und bewölkt war.
Es war wieder Zeit für ein Ritual. Vier Kinder aus unserer Gruppe haben sich jahrelang gut entwickelt und sind nun so alt um in eine kleinere Gruppe, die Sippe, zu kommen. Außerdem wurden zwei weitere nun durch das symbolische Halstuch zu unserer Meute Balu aufgenommen.
Zurück ging es wesentlich schneller als hin, da wollten wohl einige weiter schlafen.
Am nächsten Morgen war dann alles etwas später, aber dank des wunderschönen goldenen Oktobers, ging’s raus zur Andacht. Eine Geschichte und ein paar Lieder rund um Toleranz. Danach zum Auspowern in den Burggarten. Parallel bereiten die Betreuer die AG’s vor: Chips selber machen, Kartoffeln aushöhlen und schnitzen wie Kürbisse, und Pommes selber machen.
Wie einfach so Chips und Pommes selber machen doch war und vor allem wie unglaublich lecker!
Ziemlich müde wurde schnell gemeinsam aufgeräumt. Nur weil alle mit angepackt haben ging das sehr schnell. Ein paar Bilder zum Schluss und die ersten Eltern standen bereit ihre Kinder abzuholen. Ein sehr schönes, harmonisches und erkenntnisreiches Lager ging zu ende.
Außerdem bekam jeder das, dankenswerter Weise von ZDF zugeschickte, Heft von Peter Lustig rund um „die dolle Knolle“ und einen Aufnäher, der uns alle immer an das Lager erinnern wird. Nebenbei ein großes Dankeschön an das sehr fähige und spontane Betreuer-Team.

Gut Jagd, Selina

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