Unser Zeitungsarktikel zur Sommerfahrt in die Hohe Tatra

Vom 29. Juli bis 9. August waren 7 Pfadfinder*innen aus dem Lumdatal gemeinsam mit 70 weiteren Pfadis in der Hohen Tatra und in Krakauunterwegs.

Die Hohe Tatra wird häufig als kleinstes Hochgebirge der Welt bezeichnet und liegt auf der Landesgrenze zwischen Polen und der Slowakei. Die Pfadfinder*Innen erwanderten in de rersten Hälfte des Sommerlagers die Hohe Tatra in kleinen Gruppen aus den einzelnen Stämmen, so nennen sich die Ortsgruppen.

Dabei waren die meisten Wanderrouten mehrtägig und führten oftmals durch Gegenden über 2000 Meter über dem Meeresspiegel. Die Routen sind an einem Vorbereitungstreffen von den Kindern und Jugendlichen im Mai in Rixfeld gemeinsam geplant worden. Für dieses große Abenteuer bereitete sich rund ein Drittel der Teilnehmenden mit einem speziell dafür organisierten Outdoor-Erst-Hilfe-Kurs vor.

Der Zeltlagerplatz lag in Varisovo, einem kleinen Dorf in der nördlichen Slowakei. Die Anreise dorthin dauerte mit dem Reisebus rund 14 Stunden von Fulda aus. Die erste Nacht in der Slowakei zelteten alle gemeinsam auf diesem Platz. Am Morgen des zweiten Tags wurden die Gruppen dann entlang des Gebirges abgesetzt, je nach dem, von wo sie ihre Route beginnen wollten. Bis zu sechs Tage hatten die Gruppen Zeit, die von ihnen gewählten Routen zu laufen und das Gebirge zu erkunden.

Gruppenfoto der Lumdataler in der hohen Tatra

Die Lumdataler in der Hohen Tatra.

Die Fahrt wurde von einem ehrenamtlichen Leitungsteam über ein Jahr lang vorbereitet.Dabei gelang es, Drittmittel für ein Medienprojekt im Rahmen der Fahrt vom Deutschen Kinderhilfswerk (DKHW) einzuwerben. Das DKHW setzt sich schon seit über 45 Jahr für Kinderrechte, Beteiligung und die Überwindung von Kinderarmut in Deutschland ein.

Die Fahrt wurde auch durch weitere Spenden gefördert, wie von der Evangelischen Stiftung Pfadfinden. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen bildeten Abteilungen, wie ein Einkaufsteam, ein Verpflegungsteam, eine Technikabteilung oder ein Medienteam, die während der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung der Fahrt Verantwortung für die unterschiedlichen Aufgaben wahrnahmen.

Eine wichtige Komponente des auf Fahrt seins ist es, auf seine Gruppe angewiesen zu sein.Das benötigte Koch- und Zeltmaterial, sowie die Verpflegung wird in der Gruppe aufgeteilt.Das langsamste Mitglied der Gruppe bestimmt das Tempo und die Schwierigkeit der Route.So lernen die Jugendlichen sehr schnell aufeinander zu achten und erlangen eine ausgeprägte Konfliktlösungskompetenz.

Während des an den Fahrtteil anschließenden Zeltlagers stand der Austausch über die erlebten Abenteuer im Fokus. Einige Gruppen hatten wildlebende Gämse oder Hirsche getroffen. Andere hatten sich komplett verlaufen oder mussten sich ohne Karten auf Englisch den Weg erfragen. Wieder anderen war es gelungen, den Rysy mit einer Höhe von 2503 Metern über Normalnull zu besteigen. Die Gruppen erzählten nacheinander von ihren Erlebnissen und lasen die lustigsten Geschichten aus ihren Fahrtentagebüchern vor.

Auf dem Heimweg hatten die Kinder und Jugendlichen bei einem 9-stündigen  Zwischenstopp Zeit, Krakau zu erkunden. Viele besuchten das jüdisch geprägte Stadtviertel Kazimir und besichtigten dort Synagogen, andere erkundeten die Festungsanlage Wawel. Der Erkundungstag in Krakau endete mit einer kleinen Singerrunde im Stadtpark. Einige Passanten hielten an und hörten dem Gitarrenspiel und Gesang der Pfadfinder*Innen eine Weile zu. Gegen 22.00 Uhr wurde das letzte Lied zum Abschied gesungen und es ging wieder in den Bus zurück nach Bad Hersfeld und Fulda.

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