MeutenĂŒbernachtung: Fische

Nach einer erfolgreichen Schnupperstunde kurz nach den Sommerferien ging es zu einer PfadiĂŒbernachtung zum Thema „Fische“: 16 Kinder haben mitgemacht, von denen zwölf seit den Sommerferien neu in der Meute sind.

Jeder hatte wohl zuhause seinen Teller leer gegessen, denn wir hatten schönstes Herbstwetter. Mittags kamen alle zusammen und es wurde erstmal viel draußen gespielt. Danach ging es rein und aus Schuhkartons, Farbe, Papier und Sand wurden Aquarien gebastelt. Dazu konnten so viele Fische gefaltet werden wie gewĂŒnscht, und der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Abends gab es vom KĂŒchenteam leckeres Essen. Zum Auspowern ging es wieder raus. Weil so viele neue Kinder dabei waren, wurde etwas mehr erklĂ€rt, zum Beispiel, dass wir gemeinsam das Essen beginnen und auch beenden und dazwischen nicht aufstehen. Also wenn man etwas wollte, was auf der anderen Seite des Tisches war, musste man ganz schön laut rufen, dass derjenige auch reagiert. Das haben aber alle schnell verstanden und es funktionierte, auch wenn das Abendessen etwas turbulenter war.

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Super war es, dass die Kinder sich gut verstanden und es kaum grĂ¶ĂŸere ZwischenfĂ€lle gab. Spiele selbst organisieren fiel ihnen leicht, nur das mit dem Leise sein wird wahrscheinlich ein lĂ€ngeres Projekt sein. Dann war es auf einmal schon dunkel und die Konzentration ließ doch etwas nach. Und nach zwei kleinen Spielchen waren alle mĂŒde und auf dem Weg in ihren Schlafsack. Die doch noch kleinen Kinder konnte man in dem Schlafsack von Papa oder Opa kaum sehen und nach eine Stunde schlief auch der letzte.
Die ersten meinten aber, dass um kurz vor 5 die Nacht schon vorbei ist. Ganz vorbildlich ging es erstmal runter spielen oder sie rĂ€umten ihre Sachen zusammen und putzen ihre ZĂ€hne. Irgendwann etwas spĂ€ter gab es FrĂŒhstĂŒck. Einmal MĂŒsli fĂŒr alle!

Dann wurde nur noch das große Chaos beseitigt und es ging nochmal nach draußen, spielen, Bilder machen und danach das Aquarium fertigstellen und schon wurden alle wieder abgeholt. Fast alles, außer ein paar Klamotten und Hausschuhe, wurde mitgenommen. Der Rest wird sicher auch noch seine Besitzer finden.

Das war eine super schöne, spaßige, kurzfristige Übernachtung fĂŒr dieses Jahr!

Gut Jagd, Selina.

Aquarien aus Pappe (vom Gießener Anzeiger)

Artikel aus dem Gießener Anzeiger vom 03.11.2015.

Play & Night

Am Wochenende vom 09. – 11. Oktober fand das erste Play & Night statt. Diesmal lag der Fokus eindeutig auf dem Spiel Magic The Gathering:

  • Deckbau – kombinieren von Karten um die anderen Mitspieler zu schlagen.
  • Turnier – einmal gegen jeden anderen Magic Spieler antreten um den besten zur ermitteln
  • freies Spiel – um auch seine normalen Decks intensiv zu testen und schließlich zu ĂŒberarbeiten.

Aber auch nicht Magic Spieler hatten die Chance dabei zu sein und letztlich geht’s bei den Pfadfindern ja auch darum, alle mitzunehmen.

Gut Pfad, Jonas

NDR Reportage – Mit Wölflingen ins Nimmerland

Der NDR hat eine Reportage ĂŒber einen VCP Stamm in Hamburg gemacht. Schön zum zuhören und noch besser zum Verteilen, wenn man auf unsere Arbeit aufmerksam machen möchte…

Gut Pfad, Jonas

Quelle: http://www.ndr.de/info/sendungen/die_reportage/Mit-Woelflingen-ins-Nimmerland,sendung411548.html

Sommerfrische auf Hallig Hooge

FĂŒr zwei Wochen waren 22 Kinder und Jugendliche vom Verband Christlicher Pfadfinder (VCP) aus dem Lumdatal zu Gast auf der Hallig Hooge. Das Sommerlager ist der Höhepunkt des Jahres. Einige der Jugendlichen waren sogar zum ersten Mal am Meer.

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Die Teilnehmer formten Knöpfe aus Keramik, schrieben Postkarten nur mit Bildern, und dekorierten ihr Zelt mit Lampions. Aber auch die Umwelt der Hooge wurde zusam- men mit der Schutzstation erkundet. Bei einer meereskundliehen Fangfahrt entdeckte man allerlei Meereslebewesen und half bei der AuszĂ€hlung des Fangs. An einem Tag besuchten sie den alleinlebenden Vogelwart auf der benachbarten Hallig Norderoog. Zur Brutzeit der Vögel kann dieser, sich nur in den beiden HĂ€usern aufhalten, alles was er benötigt muss er durch das Watt zu seiner Hallig tragen. Eine Aufgabe, die nicht fĂŒr jeden etwas ist.

Am letzten Abend gab es eine gemeinsame Andacht am Strand. Im Anschluss ĂŒbernachtete man unter freiem Himmel und genoss die Abendstimmung.

Sommerfrische auf Hallig Hooge

Zeitungsartikel aus der Gießener Allgemeinen vom 01. September 2015.

Das erste Play&Night

HÀufig hat man coole Spiele zu Hause aber nicht die richtigen Leute oder die Zeit mal eben kurz eine 4 Stunden Runde Siedler mit allen Erweiterungen zu spielen. Auch auf Lagern ist es eher schwierig die Carcassonne BigBox noch in den Rucksack zu packen und Mist, jetzt sind die Karten von Dominion schon wieder nass geworden, weil einer das Zelt nicht richtig zugeknöpft hat.

Um Spieler und Spiele zusammen zu bringen prÀsentieren wir jetzt die neue Veranstaltungsreihe des Stammes Martin Luther,*Trommelwirbel* *Tusch*

Play and Night Schriftzug

In einem offenen Angebot möchten wir einen Samstag Abend im Monat den Jugendraum in Londorf fĂŒr die Spieler öffnen. Beginn ist jeweils ab 17:00 Uhr, die Termine werden immer frĂŒhzeitig bekannt gegeben. Die Teilnahme ist ab der Pfadfinderphase (Halstuch mit dunkelgrĂŒnem Rand) möglich.

Das Erste Play & Night findet am 10.10.2015 statt. Wer möchte kann Schlafsack und Isomate mitbringen zum Übernachten, Ende der Veranstaltung ist Sonntag um 11:00 Uhr. FĂŒr alle die nicht ĂŒbernachten können oder wollen, bieten wir einen Shuttle nach Hause noch am Samstag Abend an bis 23:00Uhr. NatĂŒrlich nur fĂŒr die Gemeinden Rabenau und Allendorf, nicht fĂŒr z.B. Hettenhausen.

Das ganze Kostet euch, wenn ihr nur Samstag Abend kommt 5€, wer bis Sonntag bleibt Zahlt 8€. DafĂŒr gibt es ein Abendessen, Snacks und ein FrĂŒhstĂŒck. Den Teilnehmerbeitrag bringt Ihr bitte in Bar mit, genau so wie eure Lieblingsspiele und was Ihr eben sonst so braucht fĂŒr einen Abend.

Um etwas besser Planen zu können, schickt bitte eine formlose Anmeldung an: playandnight@vcp-lumdatal.de

Wir freuen uns auf euch, die FĂŒhrungsrunde

 

…und was ist eigentlich der Unterschied zwischen einer Insel und einer Hallig?

Unsere Sommerfahrt fĂŒhrte uns in diesem Jahr auf die Hallig Hooge. Wir Pfadfinder versuchen ja immer etwas neues zu entdecken, und uns immer auf ein kleines Abendteuer zu begeben. Diesmal haben wir uns zwar gegen das eine Fahrt ins Ausland aber trotzdem fĂŒr einen Flecken mit einer gewissen Abgeschiedenheit entschieden. Unsere Sommerfahrt fĂŒhrte uns auf Hallig Hooge und das fĂŒhrt uns wiederum zur Überschrift dieses Artikels; ich möchte an dieser Stelle noch nicht lösen.

Freitags um 7:30 Uhr ging es los: FĂŒr manch einen zu einer zu frĂŒhen Stunde begaben wir uns auf den problemlosen Hinweg. Marburg – Hamburg – Bredstedt – SchlĂŒttsiel – Hooge. Vier mal Umsteigen, immer mit kleinen Pausen und gegen 18:00 Uhr waren wir dann da. Heikos Eltern hatten einen AnhĂ€nger mit allem Material mit dem Auto zum FĂ€hranleger gebracht und unser Platzwart brachte ihn auf der Hallig dann bis zu unserem Zeltplatz. An dieser Stelle vielen Dank an Familie Schmelz, die ihren Sommerurlaub extra passend gelegt hat und auch an Henryk SchĂ€fer, der uns den AnhĂ€nger seines Unternehmens zur VerfĂŒgung gestellt hat. Auf Hogge selbst war erstmal das Wetter auffĂ€llig, als Mittelhessischer Pfadfinder ist man Mittelgebirge gewöhnt und kein flaches Land mitten in der Nordsee (Was ist noch mal eine Hallig?). Bei der Platzeinweisung wurde uns dann jedenfalls eröffnet, dass es heute Nacht zu relativ hohen Windgeschwindigkeiten kĂ€me und wir doch zur Not in den Schutzraum gehen könnten. Wir entschlossen uns, die Zelte erst einmal aufzubauen; die Evakuierung von 22 Personen geht ja doch bedeutend schneller als die von 4000, wie auf dem Bundeslager.

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Es kam, wie es kommen musste: In der Nacht erlebten wir dann relativ heftigen Wind und bald einsetzenden Regen. Die App des Deutschen Wetterdienstes leistete gute Dienste in der Kurzzeitprognose, worauf hin wir uns entschieden fĂŒr eine Stunde in den Schutzraum zu gehen, denn dann sollte das gröbste vorbei gewesen sein. Alle Zelte hielten, das Unwetter zog vorĂŒber, nur das Schlafdefizit schleppten noch einige ein paar Tage mit sich herum.
Am nĂ€chsten Tag lernten wir alle das Lummerlandlied kennen, das schon in der Augsburger Puppenkiste das MĂ€rchen von Jim Knopf und Lukas dem LokomotivfĂŒhrer ankĂŒndigte, denn diese beiden Helden begleiteten uns wĂ€hrend der Zeit auf Hallig Hooge. Nach dem FrĂŒhstĂŒck beseitigten wir die Unordnung der letzten Nacht und warteten den Regen am. Und nach dem Mittag machten wir uns auf den halbstĂŒndigen Weg zur Schutzstation Wattenmeer, an deren Programm wir insgesamt vier mal teilnahmen. Bei der HalligfĂŒhrung wurde in einem Rundgang ĂŒber die Geschichte und die einzelnen Warften der Hallig erzĂ€hlt. Das gab uns allen einen Überblick, sodass wir uns schnell selbst zurechtfanden.


Der Sonntag begann nach dem FrĂŒhstĂŒck mit einer Andacht. Jim Knopf wird in einem falsch adressierten Packet nach Lummerland geliefert, die Bewohner nehmen ihn auf, sorgen fĂŒr ihn und beschaffen ihm sogar einen Ausbildungsplatz im Laden von Frau Waas. In unserer Gesellschaft scheint das leider gerade nicht selbstverstĂ€ndlich zu sein, so hört man gelegentlich Deutschland sei voll. Auf Lummerland tritt genau dieser Fall auch ein: Als Jim Knopf grĂ¶ĂŸer ist ist die Insel voll und jemand muss sie verlassen. Der König will jedoch nicht „den AuslĂ€nder“ rauswerfen, sondern denk viel eher daran, das Transportwesen, den einzigen Industriesektor der Insel abzuschaffen: Emma, die Lokomotive. Lukas und Jim kommen dem zuvor und verlassen zusammen mit Emma die Insel um noch viele andere Kulturen kennen zu lernen, stets freundlich und meistens freundlich empfangen.
Die mittĂ€gliche Lesestunde brachte Jim und Lukas nach Mandala, einem fiktionalen asiatisch anmutenden Land. Wir bastelten verschiedene Arten von Lampions um unsere Jurte an den Ort der Geschichte anzugleichen und mancher versuchte zum ersten mal das Jonglieren. Highlight dieses windigen Tages war natĂŒrlich auch das Drachen steigen lassen – wenn sich auch nicht selbst gebastelt waren.

Montags ging es wieder auf zur Schutzstation, in der wir diesmal einiges ĂŒber die im Wattenmeer und auf den Halligen vorkommenden Tieren lernen konnten. Jim und Lukas mussten sich gegen die fiesen Oberbonzen durchsetzen um zum Kaiser zu gelangen – so erging es auch uns, wir stellten uns dem Pompfenkampf, bevor wir den Tag mit einem schönen Tschaiabend beenden konnten.

Jim und Lukas verließen Mandala und machten sich auf dem Weg in die Drachenstadt, denn sie wollten die Tochter des Kaisers retten. Auf dem Weg durch das Tal der DĂ€mmerung ging ihre Lokomotive kaputt, die sie in der WĂŒste reparieren mussten. In einem Postenlauf rund um die Hallig suchten wir die Teile fĂŒr die Lokomotive, die es in verschiedene Stationen zu erspielen gab. Nach dreieinhalb kalten und nassen Stunden war dann auch die letzte Gruppe zurĂŒck am Zeltplatz, auf dem wir dann erst einmal einen warmen Tee kochten.

Am Mittwoch stand wieder Programm von der Schutzstation auf dem Plan: eine Wattwanderung zur Vogelhallig Norderoog. Von April bis Oktober lebt hier ein Vogelwart, der sich der Beobachtung und dem Schutz seltener Vögel widmet. Er war nicht ganz allein, auf der Hallig http://jordsand.jimdo.com/vor-ort/hallig-norderoog/ sind ehrenamtliche Helfer, die die Uferschutzbefestigungen erneuern und erweitern. Der Vogelwart berichtete uns trotzdem in seiner charismatischen Art ĂŒber das Einsiedlerleben und seine Aufgaben. Nach einem bleibenden Eindruck und dem Heimweg konnte jeder machen was er mochte – die meisten spielten ganz verschiedene Karten- und Gesellschaftsspiele in der Jurte.

Am Mittwoch Abend hatte sich das Wetter verbessert und wir beschlossen etwas spĂ€ter aufzustehen – hier legte sich dann auch das Schlafdefizit zum ersten mal. Zur Mittagszeit waren wir noch einmal in der Schutzstation, diesmal zum Bernsteinschleifen. Jeder bekam einen Bernstein und machte sich mit Schleifpapier und Zahnpasta-Politur einen Kette daraus. Jim, Lukas und Emma waren mittlerweile in der Drachenstadt angekommen und so wollten auch wir etwas drachiges erschaffen. Wir versuchten uns an Drachenmasken, die aber wegen der Feuchtigkeit auf Hooge nicht recht gelingen wollten. Besser klappte es da mit den Drachenstadt Spielplatten – das ist eine Art Werwolf, nur eben in der Drachenstadt. Außerdem bemalten wir die Knöpfe, die wir drei Tage zuvor aus einer formbaren Keramik hergestellt hatten – Sie können dann zuhause als eine Art Badge auf die Kluft genĂ€ht werden.

Am Freitag Morgen konnten wir auch Dank des großartigen Sommerwetters den Brunch samt von den Gruppenleitern inszeniertem FrĂŒhstĂŒcksfernsehn sehr geniesen! Bei „Matzes morgendlichen Mahlzeiten“ wurde ein RĂŒhrei bereitet, Klaus von Klaus und Klaus hatte seinen großes Comeback und wir erfuhren den neusten Tratsch von der Hallig. So soll vor gerade einmal 150 Jahren der König auf der Hallig genĂ€chtigt haben! Nachmittags gab es dann die letzte Aktion mit der Schutzstation: eine Meereskundliche Fangfahrt. Ein Schleppnetz wurde fĂŒr 15 Minuten ĂŒber den Meeresgrund gezogen und uns wurden verschiedene Tiere gezeigt. Der zweite Fang wurde mit an Land genommen und zu Statistischen Zwecken gezĂ€hlt.

Samstags bereitete jedes Zelt und auch einige musische AGs ihre BeitrĂ€ge fĂŒr den Abschlussabend vor. NatĂŒrlich blieb die Freizeit nicht auf der Strecke es war genĂŒgend Zeit da um in der Nordsee zu baden – wenn denn grade mal Flut war!
Das fulminante Abschlussabend bot Einblick in den Alltag eins Königs und seine aufgeregte Art; Klaus von Klaus und Klaus trat noch einmal auf; Der Internet-Klassiker „Alles wird aus Hack gemacht“ wurde live prĂ€sentiert und in einem Quiz wurden noch einmal die wichtigsten Fakten zur Hallig Hooge abgefragt.

Am Sonntag blieb nur das Zusammenpacken, der Abbau, ein letzter Nordseebadegang und eine kleine Mutprobe. Heiko und Freddy gingen vor und markierten einen Weg mit Knicklichtern. Immer zwei Personen wurden in einem gewissen Abstand losgeschickt, um den Lichtern zu folgen, möglichst ohne ihre Lampen zu benutzen. Am Ende der Hallig angekommen wurden wir Teil einer Andacht. Heiko berichtete uns ĂŒber den Mut der beiden LokomotivfĂŒhrer, sich auf eine so lange Reise zu begeben und Kinder aus einer Drachenstadt zu befreien. Und auch wir Pfadfinder scheinen immer wieder Mut zu beweisen: Ob auf dem Weg vom Zeltplatz zu diesem Ort, die 10-tĂ€gige Abwesenheit von Zuhause oder als Betreuer fĂŒr so viele Kinder. Verglichen mit den beiden Helden der Geschichte haben wir nicht viel Mut bewiesen, bei uns gab es doch meistens ein Netz und einen doppelten Boden – falls doch mal etwas schief gehen sollte. Wie misst man eigentlich Mut – wer sagt was mutig ist? Wir glauben Mut ist das ĂŒberschreiten einer persönlichen Grenze, die man nur selbst festlegen kann.
Emily und Tom bekamen ihr Jungpfadfinderhalstuch verliehen, fĂŒr den Mut, den sie auf diesem Lager bewiesen hatten und als Zeichen, dass sie ein Teil unserer Gemeinschaft geworden sind. Die Nacht zum Montag verbrachten wir ĂŒbrigens unter freiem Himmel – das braucht auch einiges an Mut.

Dir RĂŒckfahrt nach Marburg stellt uns noch einmal vor eine Herausforderung. Aufgrund der ungĂŒnstigen Kombination von FĂ€hre und Zugverbindung mussten wir 6 Stunden in Bredstedt verbringen, dank der vielen neu kennengelernten Kartenspiele war das aber kein Problem. Von dort nach Hamburg und weiter nach Kassel. Der ICE hatte leider 50 Minuten VerspĂ€tung, was dazu fĂŒhrte, dass wir unseren Anschlusszug verpassten. Die Bahn verwies uns auf einen Bummelzug nach Treysa, von dort aus konnten wir mit dem Taxi weiter nach Marburg. Anderthalb Stunden nach dem angekĂŒndigten Termin waren wir dann dort endlich angekommen und alle freuten sich wieder zu Hause zu sein.

Ein Lager auf der Hallig Hooge ist etwas ganz besonderes: Ein Abenteuer, das Mut erfordert, wenn auch mit Netz und doppeltem Boden.

Gut Pfad, Jonas

 

Mut benötigt es ĂŒbrigens auch auf einer Hallig zu Leben – Halligen werden nĂ€mlich mehrmals im Jahr ĂŒberspĂŒlt und nur die HĂ€user auf den Warften bleiben verschont. Die Wege und unser Zeltplatz sind dann nicht mehr zu sehen!

Pfadfinder stechen in See

Über Christi Himmelfahrt haben sich 160 Pfadfinder aus Nordhessen zu einem großen Lager versammelt, auch elf Pfadfinder vom Stamm Martin Luther aus dem Lumdatal waren mit dabei.

An der Nordhessisch-Nordrhein-WestfĂ€lischen Grenze liegt zwischen der hĂŒgeligen Landschaft der Diemelstausee. Auf dem dortigen Jugendzeltplatz waren vom 13. bis 17. Mai eine Gruppe vom Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder zu Gast. Die 160 Teilnehmer entstammen der Region Kurhessen, die sich in etwa in den Grenzen von Gießen ĂŒber Fulda bis nach Hann. MĂŒnden befindet. Und auch wenn der jĂŒngste Pfadfinder auf dem Zeltlager gerade einmal ein Jahr alt, und der Ă€lteste die 40 schön ĂŒberschritten hatte, war das Lager auf die 10 bis 16 jĂ€hrigen ausgerichtet.

Piratenlager 1

Unter dem Motto ‚Piratenlager‘ erlebte die Gruppe wie ihr Piratenkönig kenterte und verloren ging und sie sich untereinander zerstritten, um doch letztlich einen neuen König zu finden, der den großen Piratenschatz zu finden vermochte. Dabei gab es fĂŒr die viele Piraten verschiedenste Aufgaben zu lösen: Ob eine Schatzsuche fĂŒr den schwachen aber altersweisen Piratenemerit, eine SeeĂŒberquerung mit einem selbstgebauten Floß, das gestalten von Schatzkisten oder das Errichten eines Turmes nur aus Holzstangen und Seil, fĂŒr jeden war etwas dabei.
Christi Himmelfahrt wurde mit einem Gottesdienst gefeiert: Piraten sind immer auf der Suche nach dem grĂ¶ĂŸten Schatz, der alle ihre Sorgen verschwinden lĂ€sst und dessen Reichtum fĂŒr alle Zeiten ausreicht. Doch was wĂ€re, wenn dieser Schatz gar nicht im materiellem Besitz zu finden ist, sondern viel mehr im Immateriellen liegt? Sind echte Freunde, auf die man sich verlassen kann, seine Familie, die immer fĂŒr einen da ist, oder gar das Vertrauen auf Gott nicht die viel grĂ¶ĂŸeren SchĂ€tze im Leben?

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Ein Pirat lÀsst sich erklÀren, dass ein Schatz nicht nur meisten Gold zu finden ist.

Am Freitag Nacht wurde es dann noch einmal aufreibend, die Pfadfinder begaben sich in den Wald um in einem GelĂ€ndespiel herauszufinden, wer die beste Piratencrew sei und demnach den neuen Piratenkönig stellen dĂŒrfte. Nach 5 anstrengenden Stunden des Handels, Überfallens und Ausrauben kamen auch die meisten Gruppen um zwei Uhr nachts zurĂŒck zum Platz. Eine Gruppe entscheid sich unter freiem Himmel im Wald zu ĂŒbernachten – eine Grenzerfahrung, die bestimmt einigen im Kopf bleiben wird.
Der Samstag diente der Erholung und Spielen in der gesamten Gruppe, bevor am Abend der Sieger und damit auch der neue Piratenkönig verkĂŒndet wurde. Der große Schatz wurde natĂŒrlich BrĂŒderlich unter allen aufgeteilt. Der Sieg und die VerbrĂŒderung wurde bis tief in die Nacht mit einem großen Singe-Abend gefeiert.


Die elf Pfadfinder aus dem Lumdatal sind froh dabei gewesen zu sein, viele neue Bekanntschaften geschlossen zu haben und auch einige Erfahrungen reicher geworden zu sein. Die Gruppenstunden finden außerhalb der Schulferien im evangelischen Gemeindezentrum in Londorf statt. Es gibt insgesamt sechs Gruppen: Die “Meute Balu” (7-10 Jahre) trifft sich montags um 17:30 Uhr, die Jungpfadfinder (10/11 Jahre) der “Sippe Marsupilami” freitags um 15 Uhr, die “Grauwölfe” (10/11) freitags um 16:30 Uhr, die “Königstiger” (12/13) donnerstags um 16:30 Uhr, die “Luchse” (Pfadfinder 14/15 Jahre) freitags um 18:15 Uhr und die “Steinmarder” (15/16) mittwochs um 18:30 Uhr. Sie erreichen die Gruppe im Internet unter www.vcp-lumdatal.de oder via E-Mail an hallo@vcp-lumdatal.de.

Piratenlager 2

Hier ist der Zeitungsartikel aus der Gießener Allgemeinen Zeitung vom 22. Mai 2015…

Piraten suchen den grĂ¶ĂŸten Schatz

Eine Hooge namens Hallig

Im Sommer fahren wir auf die Hallig Hooge. Um schon mal einen Vorgeschmack davon zu PrĂ€sentieren gab es am letzten Elternabend, sowie auch an der Stammesversammlung eine PrĂ€sentation, die wir gerne auch hier mit euch teilen wollen…

Klickt euch durch und schnuppert ein bisschen digitale Hooge-Luft! Und wer noch mehr sehen will schaut einfach mal auf www.bildungswarft.de vorbei.

Ohne Handy den Pfad finden

Der nachfolgende Artikel entstammt der Gießener Allgemeinen Zeitung vom 06. Mai 2015. Wir danken fĂŒr die Veröffentlichung!

Rabenau (rĂŒg/pm). Sie sitzen am Feuer, schlafen im Zelt und tragen fast immer ein Halstuch. Es gibt sie außer in sec s Staaten auf der ganzen Welt verteilt und sie sind nach den großen Weltreligionen mit einer halben Milliarde aktiver und ehemaliger Mitglieder die grĂ¶ĂŸte Vereinigung der Welt. DieRede ist von der Pfadfinderbewegung. Eine solche Gruppe gibt es auch im Lumdatal.

Der Stamm „Martin Luther“, benannt nach dem großen Reformator, hat etwa 35 Mitglieder und ist in der evangelischen Kirchengemeinde Londorf aktiv, zu der Londorf, Kesselbach, Allertshausen sowie Climbach gehören. „Wir fĂŒhlen uns aber nicht nur zu diesen Orten, vielmehr zu unserer Region zugehörig. Deswegen ist auch das Lumdatal ein Teil unseres Namens“, heißt es auf der Homepage des Stammes.

„Gutes Tun braucht kein Gesetz“

Wie beschĂ€ftigen sich Kinder und Jugendliche heute? Kaum ein Kind ohne 5pielekonsole, Handy oder Computer. Durch G8 (verkĂŒrzte Schulzeit) wird auch von der Schule immer mehr der tĂ€glichen Freizeit den Jugendlichen abverlangt. „Die Pfadfinderei bietet eine Alternative zum SchulbankdrĂŒcken und der hĂ€ufig einseitigen BeschĂ€ftigung von Kindern und Jugendlichen“, meint Jonas Höchst von den Martin-Luther-Pfadfinder. Und zwar abseits des Klischees vom „Jungen in kurzer Hose, der auf der Suche nach einer alten Dame, der er ĂŒber die Straße helfen kann, ist“.

Denn der Leitspruch „Jeden Tag eine gute Tat“ sei nicht wörtlich zu verstehen. Gutes zu tun brauche kein Gesetz. „Es ist eine Botschaft, die wir den Kindern ĂŒber die Jahre versuchen zu vermitteln. Das Reflektieren des eigenen Handelns hat doch eine viel wichtigere Bedeutung als, das sture Befolgen von gegebenen Regeln“, so Höchst.

Bei den Pfadfindern gibt es Methoden, die dies vermitteln sollen. Statt einen Trainer, der Anweisungen gibt oder einem Lehrer, der Aufgaben verteilt, wird die Gruppe in die Planung mit einbezogen. Ein geflĂŒgeltes Wort aus der Arbeit: „Pfeif auf die Regeln – probier es aus!“ NatĂŒrlich könne man Kinder nicht sich selbst ĂŒberlassen. „Aber man kann sie leiten, damit sie erkennen was gut fĂŒr sie ist und von was sie eher Abstand halten sollten. Auf die heiße Herdplatte fasst man eben nur ein einziges mal“, so Höchst.

Viel wichtiger sei jedoch der Umgang miteinander, zwischenmenschliche Verhaltensweisen, die ansonsten auch unter der immer knapper werdenden Freizeit leiden wĂŒrden. In den Gruppenstunden und vor allem auf den Freizeiten soll dies vermittelt werden. Backen, Kochen, Knoten ĂŒben oder auch gemeinsam eine FlussĂŒberquerung schaffen – das stĂ€rkt ZusammengehörigkeitsgefĂŒhl und Verantwortungsbewusstsein.

Auch das gehört zu den Gemeinsamkeiten: Martin-Luther-Pfadfinder stÀrken einem GelÀndespiel in geselliger Runde.

Auch das gehört zu den Gemeinsamkeiten: Martin-Luther-Pfadfinder stÀrken einem GelÀndespiel in geselliger Runde.

Beliebt sind natĂŒrlich die Lager. Vor zwei Jahren war man in Ungarn, im August steht die Hallig Hooge auf dem Programm. Auch fĂŒr die Verteilung des Friedenslichtes zu Weihnachten engagieren sich die Lumdatal-Pfadfinder oder schlagen beim Allendorfer Nikelsmarkt ihre Jurte auf, um die Besucher mit GetrĂ€nken zu verköstigen.

Spaß haben und etwas lernen

Höchst: „Über die vielen Jahre entwickeln sich so in der gemeinsam alternden Gruppe Werte, die das Leben auch außerhalb des Pfadfinderischen beeinflussen. Die FĂ€higkeiten, Ansichten und Werte eines jeden einzelnen gehen in das Kollektiv der Gemeinschaft ein. So passiert es dann auch, dass Personen, die schon lange nicht mehr Teil unserer aktiven Arbeit sind, auch nach Jahren noch sagen: Einmal Pfadi, immer Pfadi!“ Seit Oktober vergangenen Jahre gibt es zwei neue Gruppen im Pfadfinderstamm Martin Luther. Auf die Frage, wie sie zum Mitmachen gekommen seien, hĂ€tten die meisten Kinder erklĂ€rt, dass sie durch Freunde, Geschwister oder ihre Eltern auf die Gruppenstunden hingewiesen wurden. Schon spannender sei dann die Frage gewesen, warum sie dabei geblieben sind. „Weil’s Spaß macht und man etwas lernen kann“, habe man von verschiedenen Kindern zu hören bekommen. Das Spielen in der Natur sei als positiver Aspekt genannt worden.

Die Verleihung des Halstuchs sei fĂŒr einige ein Höhepunkt gewesen, berichtet Höchst weiter. „Wir tragen das Halstuch um uns gegenseitig zu erkennen und um uns unsere pfadfinderische IdentitĂ€t immer wieder ins GedĂ€chtnis zu rufen. Die Kinder empfinden sich mit der Übergabe des Halstuchs als Teil der Gruppe und unserer Gemeinschaft.“

Die Gruppenstunden finden außerhalb der Schulferien im evangelischen Gemeindezentrum in Londorf statt. Es gibt insgesamt sechs Gruppen: Die „Meute Balu<“ (7-10 Jahre) trifft sich montags um 17.30 Uhr, die Jungpfadfinder (1O/11 Jahre) der „Sippe Marsupilami“ freitags um 15 Uhr, die „Grauwölfe“ (10/11) freitags um 16.30 Uhr, die „Königstiger“ (12/13) donnerstags um 16.30 Uhr, die „Luchse“ (Pfadfinder 14/15 Jahre) freitags um 18.15 Uhr und die „Steinmarder“ (15/16) mittwochs um 18.30 Uhr.

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Scan-Version des Artikels „Ohne Handy den Pfad finden“, Gießener Allgemeine Zeitung, 06. Mai 2015.