Räuberlager

Jedes Jahr im Frühling ist es soweit: Es gibt ein Stammeslager. Da dürfen dann mal alle aus dem Stamm teilnehmen, egal ob in der Meute oder schon in der Erwachsenenstufe. In den letzten Jahren haben wir alle eingepackt und sind in ein Haus gefahren um dort ein Wochenende zu verbringen. Die Themen waren immer bunt gemischt: Mexico, Superhelden oder Star Wars waren da zu finden. Dieses Jahr trafen wir zum Räuberlager zusammen und unter einem neuen Konzept…

Am Freitag Nachmittag kamen wir alle an den Jugendräumen der Gemeinde zusammen. In der Anmeldung stand schon, dass wir hajken gehen, also war das schon mal keine große Überraschung. Das Vorbereitungsteam hatte schon für uns eingekauft und alle nötigen Dinge bereitgelegt, doch vor dem Einpacken wurde uns der Grund unserer Zusammenkunft eröffnet:
Eine Bande von Räubern hat Teile unseres Zeltes gestohlen. Sie wurden verfolgt und mussten deshalb fliehen und ihre Beute unter ihren Komplizen aufteilen. Zum Glück haben wir eine Karte gefunden auf der die Standorte der Komplizen eingezeichnet waren. Unsere Mission war es nun, die Komplizen zu finden und unsere Zeltteile zurückzuholen.

Wir packten unsere Sachen ein und machten uns auf den Weg. Nach dem wir einen großen Teil der Strecke schafften machten wir eine Pause am Kesselbacher Galgenberg. Unser eigentlicher Plan war, dort zu bleiben, unser eigentliches Ziel nicht anzupeilen und die Nacht dort zu verbringen. Nachdem wir uns die Gegend anschauten, Stangen- und Feuerholz suchten, kam jedoch die andere Gruppe, deren Schlafplatz der Galgenberg sein sollte. Wir ließen uns überzeugen und zogen weiter.

Nach nochmal knappen 2 Kilometern suchten wir uns vor Allertshausen eine Wiese mit einem Baum auf dem wir unser Zelt aufbauten. Das schöne an unseren Kohten ist, dass man Feuer darin machen kann: Also Grasnarbe ausheben und Feuer anmachen. Wir aßen an diesem Abend ein vorzüglich am Feuer geröstetes Brot!

Das Foto ist auf der Sommerfahrt 2011 mit der Sippe Steinmarder entstanden.

Das Foto ist auf der Sommerfahrt 2011 mit der Sippe Steinmarder entstanden.

Wir hatten keine Uhr mit, also standen wir am nächsten Morgen einfach auf, wann es uns passte und machten uns auf zur ersten Station. Als wir dort ankamen, war nur leider niemand da. Ich schaltete mein Notfallhandy an, um mich bei den anderen zu erkundigen. Siehe da, es war erst halb 10. Damit hatten wir nun wirklich nicht gerechnet. Kurz darauf kam Heiko, dem wir halfen seine Station aufzubauen um sie kurz darauf selbst zu bewältigen.

Nach einem zweiten kurzen Frühstück ging es dann auch weiter. Wir kamen auf dem Weg nach Allendorf am „Schnarkenloch“ vorbei. Wir fragten nach Wasser und unterhielten uns mit dem Besitzer des Geländes. Er plant gerade eine Art Freizeitareal, das von Familien besucht werden kann um den Teich zu genießen oder zu essen und zu trinken. Es soll außerdem zu einer Bikerstation werden, sodass Motorradfahrer, die eine Wochenendtour machen dort eine Nacht verbringen können.

Die nächste Station war bei Jeanette, sie hatte einige ihrer Dinge verloren und wir mussten sie wiederfinden. Wir machten uns auf die Suche und fanden alles relativ schnell, auch wenn einige Dinge ganz schön knifflig versteckt waren. Nach dieser Station entschieden wir den Weg nach Londorf über die alte Bahnlinie zu beschreiten. Ich finde es immer interessant, wie sich der Blick auf eine Gegend nur durch eine kleine Änderung der Position verändern kann.

Nachdem wir im Rewe noch einige Kleinigkeiten besorgten gingen wir weiter an den Ort, den wir am Freitag schon besucht hatten: Den Galgenberg. Denn in dieser Nacht wollten wir dort übernachten. Wir legten unserer Gepäck dort ab und suchten noch die letzte Station auf. Bei Atze sollten wir aus allem was wir dabei hatten etwas bauen, mit dem wir Luftballons auf 3 Meter Entfernung abschießen konnten. Zum Glück hatten wir alle noch ein Taschenmesser einstecken mit dem wir uns aus ein paar Ästen und etwas Seil Pfeil & Bogen bauten. Letztlich hatte aber Leon die zündende Idee eine Art Wurfstern zu bauen. Mit dem schafften wir es, alle drei Luftballons zu zerstören.

Nach einer weiteren schönen Nacht und einem diesmal etwas rauchigeren Feuer ging es am nächsten Tag zu den letzten beiden Stationen: Schwedenlauf und Gewürze erriechen. Diese wurden wir erwartet von uns gemeistert und wir machten uns auf zum Lagerplatz, wo auch schon einige aus der Meute angekommen waren.

Wir spielten einige Spiele zusammen, ein paar bereiteten das Essen vor, wieder andere kümmerten sich darum, dass die Zelte aufgebaut wurden, jeder hatte seine Aufgabe.

Nach einem fabulösen Eintopf, zum Mittagessen wurden wir vom Besitzer der Wiese auf der wir waren besucht. Denn anscheinend hatten wir uns in der Adresse geirrt. Die „fünfziger Bank“ ist nämlich der Grill- und Zeltplatz direkt an der Hauptstraße zwischen Londorf und Allertshausen. Wir waren aber auf dem Wiesenstück dahinter. Nachdem wir mit Ede Lich gesprochen hatten und versicherten alles sauber und in Ordnung zurückzulassen durften wir bleibe. Vielen Dank noch einmal dafür!

Der Abend endete mit einer Singerunde mit dem ganzen Stamm. Wir waren jedoch alle ziemlich müde, sodass es diesmal nicht ganz so lange dauerte, bis den ersten die Augen zufielen und sie ins Bett gingen.

Am nächsten Morgen standen wir auf, bauten die Zelte wieder ab und verstauten alles Gepäck ordentlich. Danach machten wir uns alle auf nach Allertshausen, noch ohne zu wissen warum. Dort angekommen hatten wir in der Andacht etwas Zeit über das erlebte nachzudenken. Als krönenden Abschluss bekamen einige ihr Halstuch verliehen. Matthias „Atze“ Müller, der in diesem Jahr zum Quereinsteiger geworden ist, bekam sein Erwachsenenhalstuch. Einige aus der Meute, die schön länger dabei sind und teilweise zum ersten Mal auf einem Lager waren bekamen ihr Orange-Blaues Halstuch und die Sipplinge, die von den Königstigern mitwaren bekamen ihr Jungpfadfinderhalstuch.

Erschöpft vom langen Wochenende endete die Veranstaltung am Montag zur Mittagszeit. Teile der Führungsrunde und unsere Bad Hersfelder Gäste machten sich auf ins Jugendhaus um die noch schmutzigen Sachen zu spülen und das Material zu verstauen.

Von den Räubern haben wir unsere Beute zurückerobert und sie werden sich so schnell nicht mehr blicken lassen!

Gut Pfad, Jonas

 

 

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