Stammesjubiläum: 20 Jahre Martin Luther Lumdatal

Am Wochenende vom 13.4.18 bis 15.4.18 feierten wir, die Pfadfinder des VCP Stammes Martin Luther Lumdatal mit 20 Pfadfindern, unser 20-jähriges Bestehen. Neben den Feierlichkeiten zum Jubiläum verbrachten wir das Wochenende mit der Jagd nach Mr. X, der sein Unwesen in Geilshausen trieb.

Am Freitagabend, nachdem alle Pfadis nach und nach angekommen waren, begann das Lager mit gemütlichen Zusammensein bei Gesellschaftsspielen und am Ende des Abends mit einer Runde Werwolf. Samstag bekamen wir von Kindern unserer Kirchengemeinde Hilfe bei der Jagd nach Mister X. Dabei spielten wir das bekannte Gesellschaftsspiel Scotland-Yard, bei dem Mr. X unerkannt durch London reist und von den Agenten in U-Bahn, Taxi und Bus gejagt wird. Wir spielten allerdings draußen in Geilshausen. Dafür verwendeten wir pfadfinderuntypisch unsere Handys, teilten uns in Gruppen auf und jagten mit der passenden App zur Ortung die Mr-X-Gruppe. Dabei sind alle an ihre Grenzen gegangen, so dass wir zur Stärkung bei dem zum Glück sonnigen und warmen Wetter zwischendurch noch ein Eis verdient hatten.

Abends wurden unsere Gäste wieder abgeholt und wir ließen den Abend bei einer Singerunde ausklingen. In den Sonntag nutzten wir die Kirche, in der wir übernachtet hatten, für unsere Andacht. Madita hielt eine einer Andacht, in der sie sich mit uns  zum Thema Zusammenhalt und danach mussten wir schon wieder zusammenpacken, da das richtige Lager schon vorbei war. Am Nachmittag feierten wir unser Jubiläum bei einem gemütlichen Grillen gemeinsam mit unseren Familien, der Regionsleitung und dem Bürgermeister von Rabenau.

Als Geschenk zu unserem 20-jährigen Bestehen brachte uns die Regionsleitung ein Iniaca mit. Für alle die sich jetzt fragen was das ist: ein Indiaca ist ein schnelles und sehr dynamisches Rückschlagspiel. Wer sich immer noch fragt. Wie es jetzt aussieht: es ist ein sehr robuster Ball mit einer Feder dran, der mit der flachen Hand geschlagen wird.

Zum Abschluss des gesamten Jubiläum gab es noch den traditionellen Abschlusskreis und danach lösten sich die Feierlichkeiten nach und nach auf.

Alles in allem war es ein sehr gelungenes Lager und eine sehr schöne Feier. Vielen Dank an alle die dieses Wochenende mit uns verbracht haben und mit uns unser Jubiläum gefeiert haben.

 

Gut Pfad

Madita

Schulzeit = Sippenstundenzeit!

Die Ferien sind vorbei und die Sippenstunden gehen auch wieder los.
– Alle Termine findet ihr hier.

Sippe2

Petterson, Findus & die Lumdataler Meute

Es ist zwar schon ein paar Wochen her, aber vielleicht haben die meisten das Petterson und Findus Lager noch im Kopf. Die Kinder der Meute und einige Betreuer haben sich am Freitag nach der Schule in Odenhausen getroffen um nach Geilshausen zu laufen. Das Wetter war zwar nicht ganz ideal, aber es hätte uns auch schlimmer treffen können.

Auf dem Weg wurde fleißig Holz gesammelt um am Abend an einem kleinen Feuerchen Stockbrot zu machen. Doch zuerst wurde in Geilshausen alles erkundet, wir gingen ins Gemeindehaus der evangelischen Kirche dort, wo wir geschlafen haben, und an die Lumda. Vor dem Abendessen sicherte sich noch jeder einen gemütlichen Schlafplatz in der Kirche um dann mit 17 Kindern und 4 Betreuern 4,5 Kilo Brot zu verdrücken! Später am Abend ging‘s in den Schlafsack. Und am nächsten Morgen waren alle topfit.

Wir liefen auf dem Fahrradweg Richtung Grünberg um dort für Muckla Häuschen im Wald zu bauen. Hier konnte jeder seiner Kreativität freien Lauf lassen und es wurden verschiedenste Häuser gebaut. Als wir gegangen waren zogen schon die ersten Muckla ein und waren begeistert von ihrem neuen Zuhause.
Wir gingen zurück, die einen holten noch etwas Holz im Wald und die anderen standen schon mit beiden Beinen in der Lumda und suchten die Blutegel. Dann noch schnell was Essen und oooups! Findus fehlte.

Normalerweise ließ er sich kein Essen entgehen und schon gar nicht an seinem Geburtstag, den wir ja an dem Samstag feiern wollten. Jeder suchte nach Findus doch niemand fand ihn. Wir dachten, dass wir schon mal mit den AG’s anfangen um Findus dadurch zu locken. Es wurde Theater gespielt und gebastelt und gebacken, doch Findus ist nicht gekommen. Dabei gab es doch Pfannkuchentorte!

Also ging es nach dem Snack los um Findus zu suchen. Er bleibt ja öfter einfach bei den Mucklas um dort noch etwas zu verweilen oder treibt sich woanders draußen rum. Durch einen Informanden bekamen wir doch tatsächlich ein paar Wegzeichen und konnten ihn zum Glück holen! Da war Findus quasi zum Abendessen zur richtigen Zeit gefunden worden. Danach trafen wir uns draußen am Feuer zu einer gemütlichen SIngerunde, bei der uns einige der Führungsrunde besuchten und unterstützen. Die ersten Kinder gingen dann schon schlafen und für alle anderen gab‘s noch eine Runde „Keiner darf uns sehen“ zum auspowern.

Am nächsten Morgen wurde fix aufgeräumt, gegessen und dann durften wir am Kindergottesdienst in Geilshausen teilnehmen. Dann kamen auch schon die Eltern um ihre Kinder zu holen. Platt aber ziemlich zufrieden ging es heim um erstmal den Schlafdefizit zu minimieren.

Gut Jagd, Selina

Marmelade für Alle!

Am letzten Wochenende haben wir Pfadfinder in Lumdatal Obst vor der Vernichtung gerettet und bei der Aktion „Marmelade für Alle“ mitgemacht.

MfA

Wir alle wissen, dass ein Apfel mit braunen Flecken oft nicht mehr gegessen und deswegen weggeworfen wird. Die Nektarine mit der weichen Stelle gesellt sich zu ihm und die Mirabellen am Baum im Garten fallen einfach zu Boden und werden auch nicht mehr gegessen. Würde aus alldem Marmelade gekocht, dann wären die noch verzehrbaren Früchte, die nicht mehr ansehnlich sind, im Nu haltbar gemacht und noch im kommenden Jahr könnte man einen leckeren Brotaufstrich genießen.

Genau das hatten wir vor: Nach dem Motto „Verschwenden Beenden!“ haben wir uns für mehr ökologische Nachhaltigkeit eingesetzt und die lokalen Supermärkte und die Gießener Tafel gebeten, dass aussortierte Obst für uns zurückzuhalten. Über 20 Kilogramm ganz verschiedenes Obst sind so zusammengekommen! Nun noch 13 Packungen Gelierzucker hinzufügen und fertig, so dachten wir zumindest.

297d346d-f7d7-485c-b234-5b47dc4cd10eSo legten die Gruppenstunden der Eisbären und der Luchse zusammen, doch anstatt der 3 brauchten wir am Ende 5 Stunden. Die wohl größte Überraschung war, dass nach der Aktion sogar die beiden Küchen sauber hinterlassen wurde. Leider entstand ein Kaffeeengpass für die Helfenden, weil die Steckdose für den Pürierstab gebraucht wurde. Die Marmeladen gelangen natürlich trotzdem, die best-prämierte wurde am Ende Banane-Erdbeere.

Wir danken der Tafel und dem Rewe Möser für ihre Unterstützung und freuen uns, dass wir auch unserem Freund Umed die deutschen Gepflogenheiten des Marmeladekochens näher bringen konnten.

Wer probierten möchte, muss zu den Pfadis kommen 😉

Gut Pfad,
Jan, Jonas und ein halbes Duzend Helfer.

 

Im Irak kennt man Deutschrap? Wahr, aus erster Hand!

Der Begriff Integration ist vom lateinischen integratio (Erneuerung) abgeleitet und bedeutet in der Soziologie die Ausbildung einer Lebens- und Arbeitsgemeinschaft mit einem Einbezug von Menschen, die aus den verschiedensten Gründen von dieser ausgeschlossen (exkludiert) und teilweise in Sondergemeinschaften zusammengefasst waren.

Wenn dieser Artikel so weitergehen würde, dann würde selbst der positiv gesinnte Leser spätestens jetzt damit aufhören, weiter zu lesen. Ich könnte es ihm nicht einmal übel nehmen. In dieser Gestalt sind wissenschaftliche Texte geschrieben, aber doch keine Artikel in der Zeitung einer Kirchengemeinde.

So soll dieser Artikel auch nicht weitergehen, versprochen. Aber wieso startet er dann so abschreckend? Mein Eindruck ist, dass bei Integration schnell mit großer Keule geschwungen wird. Alles wird groß und erscheint am Ende vielleicht noch großer. Alleine die schieren Zahlen überfordern. Eine Million Flüchtlinge. Kein Ende in Sicht! Die Bundesregierung macht irgendwie nichts. Und die Gemeinden? Stehen auch im Regen! Da kann man ja nichts mehr machen. Außer vielleicht noch einem Ausrufezeichen mehr!

Dabei, und das wird mir immer wieder klar, fängt alles im Kleinen an. Deshalb soll an dieser Stelle auch von einem kleinen Beginn von Integration erzählt werden.

So dachten es sich auch wir Pfadfinder vom ansässigen Stamm Martin Luther. Nach einem Treffen einer der beiden Flüchtlingskoordinatorinnen aus Londorf (Frau Schomber) vereinbarten wir ein Treffen mit Omid, einem 18-jährigen kurdischen Flüchtlinge. Omid ist in den Containern auf dem Londorfer Festplatz untergebracht, zusammen mit ca. 30 weiteren Flüchtlingen . Viele kommen aus Syrien, manche aus dem Irak. Manche sind mit ihrer Familie hier in Londorf angekommen. Andere alleine. So auch Omid.

Am Sonntag, den 20. März haben wir uns getroffen, zum Sonntagskaffee mit Waffeln und Sahne. Beiden Seiten anzumerken war die anfängliche Unsicherheit. Der eine oder andere Blick auf die Uhr. Die Frage „Was sollen wir mit ihm reden?“ Es war ein bisschen wie bei einem Date, beide Seiten kannten einander nicht. So haben wir einige Bilder von der Pfadfinderarbeit gezeigt. Denn Pfadfinden, das kannten die Flüchtlinge nicht. Einer fragte mich bei einem Besuch in der Flüchtlingsunterkunft, nachdem ich vom Pfadfinden erzählte: „What Game do you play?“ Da mussten wir also einiges an Erklärungsarbeit leisten. Auch mussten wir erst einmal miteinander warm werden. Stutzig wurden die Pfadfinder, als Omid uns ein Video eines Deutschrappers zeigte. Die Frage: „Where do you know him from?“  verstand Omid zunächst nicht. Das machte schon die erste Gemeinsamkeit deutlich: Englisch konnten wir alle – irgendwie – mit Händen und Erklärungen – und dem „Wie heißt das jetzt nochmal auf englisch?“-Gefühl.

Schließlich stellte sich heraus: Omid kennt den Deutschrap aus seiner Heimat. Im Irak wird Kurdo gehört! Das ist ein Deutschrapper. Eine Google-Suche später stand fest: Auch Kurdo ist ein Flüchtling und im Alter von 8 Jahren aus den kurdischen Gebieten geflohen. Da war dann das Eis gebrochen und eine Gemeinsamkeit gefunden, über die sich alle erst einmal austauschen konnten.

Kurdo ist vielleicht nicht jedermanns Sache ist, können wir doch auf diesem Treffen aufbauen. Nächstes Mal zeigen wir ihm noch etwas andere Musik. Es wird nicht das letzte Treffen bleiben, das nächste Termin zum Grillen wurde schnell gefunden und festgelegt.

Um auf die Einleitung zurückzukommen: So etwas großes wie Integration muss im kleinen anfangen. Wir haben einen kleinen Schritt gemacht. Und wer weiß, was sich noch alles entwickelt? Ich nicht. Aber so kann es weiter gehen.

Gut Pfad, Jan

Stinking olchiger Regionswölflingstag in der Domstadt Fulda

Mit neun Kindern ging es am letzten Freitag mit dem Zug von Grünberg nach Fulda zum Olchi-Lager. In Fulda kamen insgesamt 25 Kinder zusammen. Die anderen waren aus Bad Salzschlirf, Fulda und den weitesten Weg hatten die Hannoversch Mündener. Das Ziel dieses Wochenendes sollte sein, den Drachen Feuerstuhl der Olchis zu befreien. Das Abenteuer begann nach dem Essen, als sich die Kinder in die stinkig grünen Olchis versetzten. Diese grünen Kreaturen, die alles lieben, was stinkt und was Menschen wegwerfen würden, leben auf einer Müllhalde direkt hinter Schmuddelfing mit ihrer siebenköpfigen Dreigenerationen Familie und ihrem Drachen Feuerstuhl. Sie sind mega stark und lieben Matschpfützen, alte Schuhsohlen und lieben Matschkuchen. Wir flogen also Freitagabend mit Feuerstuhl nach London um dort einem Olchi-Detektiv etwas zu übergeben. Dort wurde der heiß geliebte Feuerstuhl entführt. Wir bekamen bei einer mysteriösen Nachtwanderung Hinweise vom bösen blauen Olchi, dass er Feuerstuhl hat und wir ihn wir bekommen könnten. Die Kinder spekulierten, wer denn der blaue Olchi sei und durch welche Aufgaben sie Feuerstuhl retten könnten. Samstagmorgen gab es AG’s nur zum Spaß, aber auch zur Vorbereitung auf die Rettung von Feuerstuhl am Nachmittag. Ohne Feuerstuhl würden sie nämlich nicht zurückkommen können. Es wurden Papierflieger gebastelt, Olchis aus Tontöpfen mit Kressekopf gebastelt, Kuchen gebacken, olchige Taschen bemalt, quietsch grüne Olchi-Masken und eine Olchi-Mama gebastelt. Danach ging es in Gruppen durch Fulda um die Aufgaben zu erledigen. Dabei mussten die Kinder gut abschneiden, um Müll aus Schmuddelfing für den blauen Olchi zu erlangen. Das wollte der böse blaue Olchi; im Gegenzug würden die Olchi-Kinder Feuerstuhl zurückbekommen. Olchis essen am liebsten Müll und der aus Schmuddelfing war nun eben der beste! Alle meisterten die Aufgaben bei bestem Wetter sehr gut und der böse blaue Olchi war zufrieden, die Olchi Kinder feierten Feuerstuhl zurück zu haben. Wir ließen den Abend beim Spielen im Park und einer kleinen Singerunde ausklingen. Am nächsten Morgen wurde nur noch das ganze Chaos aufgeräumt und die Sachen gepackt, bevor es nach Hause ging. Viele verabschiedeten sich von neu gewonnenen Freunden bis zum nächsten Mal.

Plüschiges Wochenende in Lützel

Vergangenes Wochenende hat es uns Pfadfinder des VCP Stammes Martin Luther Lumdatal aus Londorf mit 24 Kindern und Jugendlichen nach Lützel im Main-Kinzig-Kreis verschlagen. Das gesamte Wochenende sind wir dem Geheimnis unserer Kuscheltiere, den „Plüschis“ auf den Grund gegangen.

Da das Februarwetter zu kalt zum Zelten war, waren wir das Wochenende über in einem Haus statt. Angefangen hat die Reise in die Welt der Plüschis mit einer spannenden und gruseligen Einleitung in das Rollenspiel des Lagers. Darin sind wir in die Rollen unserer Plüschis geschlüpft und haben beim pen-and-papier-Spiel (Stift-und-Papier-Spiel) in unserer Fantasie gegen die Armee des bösen Kürbiskopfmeisters gekämpft. Das Rollenspiel endete mit einer Schatzsuche auf den Spuren des Kürbiskopfmeisters. Dieser wurde in der Dämmerung auch besiegt.

Am Samstagabend machten wir noch eine kleine Nachtwanderung ins Grüne, wo es eine schöne Andacht zu den verschiedenen Rollen, die man im Alltag annimmt, gab. Weil es regnete gingen wir zurück ins Haus. Dort angekommen bekamen 7 unserer Kleinsten ihr Halstuch verliehen. Diese Verleihung ist ein Zeichen, dass man nun in unserem Stamm aufgenommen wurde und eine große Ehre für jeden einzelnen!

Nach der schönen Halstuchverleihung hatten wir alle einen gemütlichen Singeabend mit unserem allseits beliebten Tschai. Dieser ist unser Traditionsgetränk, welches wir zu Singerunden trinken. Es ist aufgebrühter Saft mit Tee, Gewürzen und Früchten.
Am Sonntag mussten wir nach dem leckeren und gemütlichen Frühstück leider schon unsere Zimmer räumen. Nach einer Feedbackrunde wurden alle Kinder auch schon von ihren Eltern abgeholt.

Wir hoffen allen Teilnehmenden und Betreuenden hat das Lager genauso viel Spaß gemacht wie uns. 🙂

Gut Pfad, Stella und Madita