Im Irak kennt man Deutschrap? Wahr, aus erster Hand!

Der Begriff Integration ist vom lateinischen integratio (Erneuerung) abgeleitet und bedeutet in der Soziologie die Ausbildung einer Lebens- und Arbeitsgemeinschaft mit einem Einbezug von Menschen, die aus den verschiedensten Gründen von dieser ausgeschlossen (exkludiert) und teilweise in Sondergemeinschaften zusammengefasst waren.

Wenn dieser Artikel so weitergehen würde, dann würde selbst der positiv gesinnte Leser spätestens jetzt damit aufhören, weiter zu lesen. Ich könnte es ihm nicht einmal übel nehmen. In dieser Gestalt sind wissenschaftliche Texte geschrieben, aber doch keine Artikel in der Zeitung einer Kirchengemeinde.

So soll dieser Artikel auch nicht weitergehen, versprochen. Aber wieso startet er dann so abschreckend? Mein Eindruck ist, dass bei Integration schnell mit großer Keule geschwungen wird. Alles wird groß und erscheint am Ende vielleicht noch großer. Alleine die schieren Zahlen überfordern. Eine Million Flüchtlinge. Kein Ende in Sicht! Die Bundesregierung macht irgendwie nichts. Und die Gemeinden? Stehen auch im Regen! Da kann man ja nichts mehr machen. Außer vielleicht noch einem Ausrufezeichen mehr!

Dabei, und das wird mir immer wieder klar, fängt alles im Kleinen an. Deshalb soll an dieser Stelle auch von einem kleinen Beginn von Integration erzählt werden.

So dachten es sich auch wir Pfadfinder vom ansässigen Stamm Martin Luther. Nach einem Treffen einer der beiden Flüchtlingskoordinatorinnen aus Londorf (Frau Schomber) vereinbarten wir ein Treffen mit Omid, einem 18-jährigen kurdischen Flüchtlinge. Omid ist in den Containern auf dem Londorfer Festplatz untergebracht, zusammen mit ca. 30 weiteren Flüchtlingen . Viele kommen aus Syrien, manche aus dem Irak. Manche sind mit ihrer Familie hier in Londorf angekommen. Andere alleine. So auch Omid.

Am Sonntag, den 20. März haben wir uns getroffen, zum Sonntagskaffee mit Waffeln und Sahne. Beiden Seiten anzumerken war die anfängliche Unsicherheit. Der eine oder andere Blick auf die Uhr. Die Frage „Was sollen wir mit ihm reden?“ Es war ein bisschen wie bei einem Date, beide Seiten kannten einander nicht. So haben wir einige Bilder von der Pfadfinderarbeit gezeigt. Denn Pfadfinden, das kannten die Flüchtlinge nicht. Einer fragte mich bei einem Besuch in der Flüchtlingsunterkunft, nachdem ich vom Pfadfinden erzählte: „What Game do you play?“ Da mussten wir also einiges an Erklärungsarbeit leisten. Auch mussten wir erst einmal miteinander warm werden. Stutzig wurden die Pfadfinder, als Omid uns ein Video eines Deutschrappers zeigte. Die Frage: „Where do you know him from?“  verstand Omid zunächst nicht. Das machte schon die erste Gemeinsamkeit deutlich: Englisch konnten wir alle – irgendwie – mit Händen und Erklärungen – und dem „Wie heißt das jetzt nochmal auf englisch?“-Gefühl.

Schließlich stellte sich heraus: Omid kennt den Deutschrap aus seiner Heimat. Im Irak wird Kurdo gehört! Das ist ein Deutschrapper. Eine Google-Suche später stand fest: Auch Kurdo ist ein Flüchtling und im Alter von 8 Jahren aus den kurdischen Gebieten geflohen. Da war dann das Eis gebrochen und eine Gemeinsamkeit gefunden, über die sich alle erst einmal austauschen konnten.

Kurdo ist vielleicht nicht jedermanns Sache ist, können wir doch auf diesem Treffen aufbauen. Nächstes Mal zeigen wir ihm noch etwas andere Musik. Es wird nicht das letzte Treffen bleiben, das nächste Termin zum Grillen wurde schnell gefunden und festgelegt.

Um auf die Einleitung zurückzukommen: So etwas großes wie Integration muss im kleinen anfangen. Wir haben einen kleinen Schritt gemacht. Und wer weiß, was sich noch alles entwickelt? Ich nicht. Aber so kann es weiter gehen.

Gut Pfad, Jan

Stinking olchiger Regionswölflingstag in der Domstadt Fulda

Mit neun Kindern ging es am letzten Freitag mit dem Zug von Grünberg nach Fulda zum Olchi-Lager. In Fulda kamen insgesamt 25 Kinder zusammen. Die anderen waren aus Bad Salzschlirf, Fulda und den weitesten Weg hatten die Hannoversch Mündener. Das Ziel dieses Wochenendes sollte sein, den Drachen Feuerstuhl der Olchis zu befreien. Das Abenteuer begann nach dem Essen, als sich die Kinder in die stinkig grünen Olchis versetzten. Diese grünen Kreaturen, die alles lieben, was stinkt und was Menschen wegwerfen würden, leben auf einer Müllhalde direkt hinter Schmuddelfing mit ihrer siebenköpfigen Dreigenerationen Familie und ihrem Drachen Feuerstuhl. Sie sind mega stark und lieben Matschpfützen, alte Schuhsohlen und lieben Matschkuchen. Wir flogen also Freitagabend mit Feuerstuhl nach London um dort einem Olchi-Detektiv etwas zu übergeben. Dort wurde der heiß geliebte Feuerstuhl entführt. Wir bekamen bei einer mysteriösen Nachtwanderung Hinweise vom bösen blauen Olchi, dass er Feuerstuhl hat und wir ihn wir bekommen könnten. Die Kinder spekulierten, wer denn der blaue Olchi sei und durch welche Aufgaben sie Feuerstuhl retten könnten. Samstagmorgen gab es AG’s nur zum Spaß, aber auch zur Vorbereitung auf die Rettung von Feuerstuhl am Nachmittag. Ohne Feuerstuhl würden sie nämlich nicht zurückkommen können. Es wurden Papierflieger gebastelt, Olchis aus Tontöpfen mit Kressekopf gebastelt, Kuchen gebacken, olchige Taschen bemalt, quietsch grüne Olchi-Masken und eine Olchi-Mama gebastelt. Danach ging es in Gruppen durch Fulda um die Aufgaben zu erledigen. Dabei mussten die Kinder gut abschneiden, um Müll aus Schmuddelfing für den blauen Olchi zu erlangen. Das wollte der böse blaue Olchi; im Gegenzug würden die Olchi-Kinder Feuerstuhl zurückbekommen. Olchis essen am liebsten Müll und der aus Schmuddelfing war nun eben der beste! Alle meisterten die Aufgaben bei bestem Wetter sehr gut und der böse blaue Olchi war zufrieden, die Olchi Kinder feierten Feuerstuhl zurück zu haben. Wir ließen den Abend beim Spielen im Park und einer kleinen Singerunde ausklingen. Am nächsten Morgen wurde nur noch das ganze Chaos aufgeräumt und die Sachen gepackt, bevor es nach Hause ging. Viele verabschiedeten sich von neu gewonnenen Freunden bis zum nächsten Mal.

Plüschiges Wochenende in Lützel

Vergangenes Wochenende hat es uns Pfadfinder des VCP Stammes Martin Luther Lumdatal aus Londorf mit 24 Kindern und Jugendlichen nach Lützel im Main-Kinzig-Kreis verschlagen. Das gesamte Wochenende sind wir dem Geheimnis unserer Kuscheltiere, den „Plüschis“ auf den Grund gegangen.

Da das Februarwetter zu kalt zum Zelten war, waren wir das Wochenende über in einem Haus statt. Angefangen hat die Reise in die Welt der Plüschis mit einer spannenden und gruseligen Einleitung in das Rollenspiel des Lagers. Darin sind wir in die Rollen unserer Plüschis geschlüpft und haben beim pen-and-papier-Spiel (Stift-und-Papier-Spiel) in unserer Fantasie gegen die Armee des bösen Kürbiskopfmeisters gekämpft. Das Rollenspiel endete mit einer Schatzsuche auf den Spuren des Kürbiskopfmeisters. Dieser wurde in der Dämmerung auch besiegt.

Am Samstagabend machten wir noch eine kleine Nachtwanderung ins Grüne, wo es eine schöne Andacht zu den verschiedenen Rollen, die man im Alltag annimmt, gab. Weil es regnete gingen wir zurück ins Haus. Dort angekommen bekamen 7 unserer Kleinsten ihr Halstuch verliehen. Diese Verleihung ist ein Zeichen, dass man nun in unserem Stamm aufgenommen wurde und eine große Ehre für jeden einzelnen!

Nach der schönen Halstuchverleihung hatten wir alle einen gemütlichen Singeabend mit unserem allseits beliebten Tschai. Dieser ist unser Traditionsgetränk, welches wir zu Singerunden trinken. Es ist aufgebrühter Saft mit Tee, Gewürzen und Früchten.
Am Sonntag mussten wir nach dem leckeren und gemütlichen Frühstück leider schon unsere Zimmer räumen. Nach einer Feedbackrunde wurden alle Kinder auch schon von ihren Eltern abgeholt.

Wir hoffen allen Teilnehmenden und Betreuenden hat das Lager genauso viel Spaß gemacht wie uns. 🙂

Gut Pfad, Stella und Madita

Das Galadinner war ein Erfolg!

Am Samstag dem 31. Januar 2016 veranstalteten die Pfadfinder des Stammes Martin Luther Lumdatal im Gemeindezentrum in Londorf ein Gala Dinner. Der Erlös ist mit dem Ziel bestimmt, die Kosten für das Sommerlager zu senken.

Die Helfer trafen sich bereits um 12 Uhr zum gemeinsamen Kochen, Lachen und Tische stellen. Die eigentliche Veranstaltung begann um 18 Uhr mit einem Sektempfang. Der erste Gang bestand aus Feldsalat und der italienischen Vorspeise Bruschetta. Direkt darauf sangen die Jüngsten für die Gäste zwei Lieder.

Danach wurde die Hauptspeise serviert. Diese gab es in 3 Variationen. Entweder Schweineschnitzel in Zwiebel-Sahnesoße, Putenschnitzel in Ratatouille überbacken mit Mozzarella oder als vegetarische Variante gebratener Halloumi-Käse in Ratatouille. Wem dabei das Wasser im Munde zusammenläuft, der hat Recht: Es war so lecker wie es klingt. Nach dem Hauptgang präsentierten die Kinder aus der Sippe “Eisbären” ein selbstgeschriebenes Gedicht über das Pfadfinder sein und die letzte Sommerfahrt auf die Hallig Hooge.

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Der Nachtisch bestand aus verschiedenen Früchten i
n einer Quarkmousse. Am Ende banden die Luchse, die älteste Sippe des Stamms, die Gäste mit ein. Sie gaben den Gästen eine Karikatur mit leeren Sprechblasen. Die kreativsten Ideen wurden mit Preisen belohnt. Nach diesem letzten Programmpunkt endete der offizielle Teil des Abends. Danach wurden noch Snacks serviert und der Abend lief gemütlich seinem Ende entgegen.

Das Ziel des Spendensammelns wurde erreicht, insgesamt wurden 210€ erwirtschaftet.  Die Gäste verließen satt und zufrieden Londorf,  der Abend war also für alle Seiten ein Erfolg!

Gut Pfad, Benedikt Peper

Gala-Dinner: Essen gehen für den guten Zweck

Dass Urlaube nicht gerade günstig sind, weiß eigentlich jeder. Trotzdem möchten die meisten die eigenen vier Wände einmal im Jahr für eine längere Zeit verlassen, sei es nur zur Entspannung, oder um etwas zu erleben. Wir wollen versuchen, die Kosten für unser Sommerlager durch das Veranstalten eines Gala-Dinners zu senken.

Lachs vom Holzbrett

Lachs vom Holzbrett

Bei den Kindern und Jugendlichen des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder im Lumdatal ist das Sommerlager der Höhepunkt des pfadfinderischen Jahres. Letztes Jahr waren 19 von uns auf der Hallig Hooge zu Gast, das flache Land und die besondere Art zu leben, sowie die Abkehr von elektronischen Geräten hinterließen viele schöne Eindrücke bei den Teilnehmenden.
In diesem Jahr soll es etwas anderes besonderes sein, wir lumdataler Pfadfinder wollen mit auf das Landeslager fahren, dorthin kommen dann 700 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus ganz Hessen! Und das Lager hat noch mehr zu bieten, schon die Anreise ist ganz besonders, denn um die Umwelt zu schonen haben sich die Veranstalter überlegt, einen Sonderzug zu organisieren. Die Verpflegung auf dem Zeltlager wird so ökologisch, wie möglich gestaltet: Ein Bauer vor Ort baut das Gemüse für uns an und die Jugendlichen können es selbst ernten. Und auch die Ausflüge sollen ganz besonders werden, zum Beispiel Kanu- oder Fahrradtouren mit Übernachtung.
So viel Programm und natürlich auch die damit verbundene Organisation kostet am Ende leider auch mehr als bei gewöhnlichen Lagern. Trotz der ehrenamtlichen Planung der gesamten Veranstaltung wird sie 300€ statt 200€ kosten. Das können sich nicht alle Familien leisten, besonders wenn auch noch mehrere Geschwister mitfahren möchten.

Plätzchenbacken in der Sippenstunde

Plätzchenbacken in der Sippenstunde

Wir haben deswegen entschieden, eine Aktion zur Finanzierung des Sommerlagers durchzuführen. Am Abend des 30. Januar laden wir alle an unserer Arbeit Interessierten, alle Eltern und Geschwister und alle Unterstützer herzlich zu einem Gala-Dinner ein. Ab 18:00 Uhr im evangelischen Gemeindezentrum in Londorf werden wir Ihnen Eindrücke unserer Pfadfinderarbeit aus den letzten Jahren präsentieren, jede Gruppe unseres Stammes bereitet etwas vor, dass sie im Laufe des Abends präsentieren wird und die Älteren des Stammes kümmern sich um die Verpflegung und werden zwischen den Präsentationen der Gruppen ein Menü aus drei Gänge servieren.

Ein "Dinner" bei einem Stufenwochenende

Ein „Dinner“ bei einem Stufenwochenende

Der Eintritt zu unserem Gala-Dinner beträgt 10 €, darin ist das Abendessen schon enthalten. Für Kinder unter 10 Jahren und alle Beteiligten gilt der ermäßigte Betrag von 5€.

Eintrittskarten erhalten Sie bis zum Mittwoch, den 27. Januar, die letzten beiden Tage benötigen wir zum kalkulieren und einkaufen!

 

Sie können Eintrittskarten auf diesen Wegen erhalten:
1) Bei jedem Gruppenleiter des VCP Lumdatal können Sie Karten direkt erwerben.
2) Schreiben Sie eine formlose E-Mail an galadinner@vcp-lumdatal.de oder melden Sie sich telefonisch bei Jonas Höchst (0176 63385990) um eine Karte verbindlich zu reservieren.

Uns passt es am besten, wenn Sie Ihre Karte direkt bei einem Gruppenleiter erwerben, das schafft einen kleinen finanziellen Puffer für unsere Einkäufe. Wir freuen uns auf einen schönen Abend mit vielen Bekannten und vielleicht auch einigen neuen Gesichtern.

Gut Pfad, die Führungsrunde

Das Friedenslicht ist im Lumdatal angekommen!

Am dritten Adventswochenende wurde das Friedenslicht zum diesjährigen Thema „Hoffnung schenken – Frieden finden“, welches in der Geburtsgrotte Jesu entzündet und nach Wien geflogen wird, von Wien nach Fulda gebracht. Von dort aus haben wir es bei einem Aussendegottesdienst im Fuldaer Dom in Empfang genommen. Mit dem Zug brachten wir es nach Grünberg. Auf dem Weg haben wir es aus dem Zug an viele Menschen, die an den Gleisen warteten weitergegeben. Das Thema soll vor allem ein Zeichen für Gastfreundschaft und für Menschen auf der Flucht setzten.
Am Samstag vor dem dritten Advent haben wir, von unserer Ortsgruppe aus, eine kleine Adventsfeier veranstaltet. Wir trafen uns am Samstagabend mit unseren „älteren“ Pfadis im Gemeindezentrum in Londorf um uns auf die Weihnachtszeit einzustimmen. Alle ab 10 Jahren konnten dabei sein, zum Spielen, für eine schöne Andacht draußen, zum Pizza essen, einen Weihnachtsfilm schauen und so viele Plätzchen essen, wie in einen danach noch hinein passten. Danach war es auch schon sehr spät und alle gingen brav ins Bett. Am nächsten Tag sollten alle fit genug sein um die Fahrt nach Fulda und zurück sowie den Gottesdienst gut zu überstehen.

Am nächsten Morgen frühstückten wir, packten alles zusammen und räumten zusammen auf. Auf geht es nach Grünberg wo schon die ersten von den jüngeren Pfadis warteten um mit uns nach Fulda zu fahren. Nachdem alle 26 Pfadis im Zug waren ging es los, für manche die erste Zugfahrt. Der Zug war quasi belagert von Pfadis und anderen, die auch zum Aussendegottesdienst wollten. Bei Regen ging es einmal durch Fulda zum Dom. Der Gottesdienst war schön, vor allem für unsere jüngsten zwar etwas langatmig, aber sie hielten alle gut durch! Am Ende des Gottesdienstes wurde das Licht verteilt. Es ist von vier Pfadfindern, zwei vom den DPSG (Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg) und zwei vom VCP (Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder), von Wien nach Fulda gebracht worden. Jeder konnte seine Kerze am Friedenslicht entzünden und die Kirche noch etwas mehr erleuchten.

Nach dem Gottesdienst ging es zum riesen Abschlusskreis auf dem Domvorplatz. Nicht nur Pfadfinder sondern alle konnten daran teilnehmen und unsere zwei Abschluss Lieder „Nehmt Abschied Brüder“ und „Allzeit Bereit“ mitsingen. Danach ging es ab zum Bahnhof. Dort konnte jeder etwas zu Essen holen, um nicht doch auf der Rückfahrt zu verhungern.
Im Zug zurück wurde nun das Licht aus dem Zug hinaus verteilt. Es gilt als Symbol von Liebe, Hoffnung und Frieden und soll durch die Weitergabe Licht in die dunkle Weihnachtszeit bringen. Noch nicht jedem ist, selbst zu heutigen Zeit, nicht bewusst, dass diese Werte so unglaublich wichtig sind.

Am Grünberger Bahnhof angekommen, gab es für manche den ersten Friedenslicht Aufnäher und es konnte nach Hause gehen, mit dem Friedenslicht im Gepäck.
Nun verteilen wir es am vierten Adventswochenende und zur Weihnachtszeit in einigen Gottesdiensten in unserer Umgebung. Kommen Sie gerne mit einer Laterne und nehmen Sie es in Empfang, erleuchten Sie Ihre Weihnachtszeit etwas mehr und schenken Sie Hoffnung um Frieden zu finden.

Gut Pfad, Selina Rausch

Friedenslicht aus Bethlehem 2015: „Hoffnung schenken – Frieden finden“

Wie jedes Jahr geht es für uns Pfadis vom Stamm „Martin Luther Lumdatal“ vom Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) nach Fulda um dort das Friedenslicht abzuholen. Dieses Licht wird seit 1986 jedes Jahr von einem Kind in der Geburtsgrotte Jesu in Betlehem entzündet und nach Wien geflogen. Der Österreichische Rundfunk (ORF) hat diese symbolische Geste in der Vorweihnachtszeit ins Leben gerufen. Seitdem fahren und fliegen jedes Jahr am dritten Adventswochenende hunderte Pfadfinder von der ganzen Welt nach Wien um es dort in Empfang zu nehmen. Von dort aus wird es weiterverteilt an „Menschen guten Willens“.

Es bringt symbolisch Licht in die dunkle Winterzeit und soll Hoffnung auf Frieden bei jedem einzelnen bestärken. Vor allem von der Weitergabe untereinander an Nachbarn, Verwandte, Bekannte und alle denen Sie es weitergeben möchten, lebt diese vorweihnachtliche Tradition und erhellt viele Wohnzimmer. Jedes Jahr steht die Friedenslichtaktion unter einem neuen Motto, dieses Jahr ist es „Hoffnung schenken – Frieden finden“ und damit soll ein Zeichen für Gastfreundschaft und für Menschen die auf der Flucht sind, setzten. Da die Flamme aus einer Krisenregion kommt, aus der auch Geflüchtete kommen, gibt es den Anlass die persönliche Wertevorstellung und das was uns Menschen verbindet oder auch trennen mag, neu zu überdenken!

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Wir als Pfadfinder möchten diese Aktion unterstützten und holen das Licht auch dieses Jahr wieder in Fulda ab. Dort wird es von Wien im Zug hingebracht und bei einem feierlichen Gottesdienst, der auch im Fernsehen übertragen wird, verteilt.
Wir fahren mit ungefähr 30 Kindern und Jugendlichen mit dem Zug dorthin, holen es ab und verteilen es schon bei der Zugrückfahrt aus dem Zug heraus. Auf den darauffolgenden Wochen werden wir es in einige Gottesdienste zu bringen.
Durch das Verteilen wollen wir die Werte des christlichen Glaubens vertreten und die Zuwendung zu unseren Nächsten widerspiegeln.

Wir verteilen das Friedenslicht am 20.12.2015…

  • …um 9.15 Uhr nach Climbach,
  • …um 9.30 Uhr in die katholische Kirche in Londorf,
  • …um 10.30 Uhr in die evangelische Kirche in Londorf,
  • …um 11.00 Uhr in die freie evangelische Kirche in Allendorf/Lumda.
  • Am 24.12. um 16.00 Uhr und 18.00 Uhr in die evangelische Kirche in Allendorf/Lumda.
  • Am 26.12. um 11.00 Uhr in Kirche in Rüddingshausen.
  • Am 27.12. um 10.00 Uhr in die selbstständige evangelisch lutherische Kirche in Allendorf/Lumda.

Kommen Sie mit einer Kerze oder einem Teelicht in einer Laterne, damit es das Licht bis in Ihr Wohnzimmer schafft, ohne zu erlischen.

Wir wünschen Ihnen allen eine wunderschöne besinnliche und überwiegend stressfreie Vorweihnachtszeit!

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Meutenübernachtung: Fische

Nach einer erfolgreichen Schnupperstunde kurz nach den Sommerferien ging es zu einer Pfadiübernachtung zum Thema „Fische“: 16 Kinder haben mitgemacht, von denen zwölf seit den Sommerferien neu in der Meute sind.

Jeder hatte wohl zuhause seinen Teller leer gegessen, denn wir hatten schönstes Herbstwetter. Mittags kamen alle zusammen und es wurde erstmal viel draußen gespielt. Danach ging es rein und aus Schuhkartons, Farbe, Papier und Sand wurden Aquarien gebastelt. Dazu konnten so viele Fische gefaltet werden wie gewünscht, und der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt. Abends gab es vom Küchenteam leckeres Essen. Zum Auspowern ging es wieder raus. Weil so viele neue Kinder dabei waren, wurde etwas mehr erklärt, zum Beispiel, dass wir gemeinsam das Essen beginnen und auch beenden und dazwischen nicht aufstehen. Also wenn man etwas wollte, was auf der anderen Seite des Tisches war, musste man ganz schön laut rufen, dass derjenige auch reagiert. Das haben aber alle schnell verstanden und es funktionierte, auch wenn das Abendessen etwas turbulenter war.

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Super war es, dass die Kinder sich gut verstanden und es kaum größere Zwischenfälle gab. Spiele selbst organisieren fiel ihnen leicht, nur das mit dem Leise sein wird wahrscheinlich ein längeres Projekt sein. Dann war es auf einmal schon dunkel und die Konzentration ließ doch etwas nach. Und nach zwei kleinen Spielchen waren alle müde und auf dem Weg in ihren Schlafsack. Die doch noch kleinen Kinder konnte man in dem Schlafsack von Papa oder Opa kaum sehen und nach eine Stunde schlief auch der letzte.
Die ersten meinten aber, dass um kurz vor 5 die Nacht schon vorbei ist. Ganz vorbildlich ging es erstmal runter spielen oder sie räumten ihre Sachen zusammen und putzen ihre Zähne. Irgendwann etwas später gab es Frühstück. Einmal Müsli für alle!

Dann wurde nur noch das große Chaos beseitigt und es ging nochmal nach draußen, spielen, Bilder machen und danach das Aquarium fertigstellen und schon wurden alle wieder abgeholt. Fast alles, außer ein paar Klamotten und Hausschuhe, wurde mitgenommen. Der Rest wird sicher auch noch seine Besitzer finden.

Das war eine super schöne, spaßige, kurzfristige Übernachtung für dieses Jahr!

Gut Jagd, Selina.

Aquarien aus Pappe (vom Gießener Anzeiger)

Artikel aus dem Gießener Anzeiger vom 03.11.2015.

Play & Night

Am Wochenende vom 09. – 11. Oktober fand das erste Play & Night statt. Diesmal lag der Fokus eindeutig auf dem Spiel Magic The Gathering:

  • Deckbau – kombinieren von Karten um die anderen Mitspieler zu schlagen.
  • Turnier – einmal gegen jeden anderen Magic Spieler antreten um den besten zur ermitteln
  • freies Spiel – um auch seine normalen Decks intensiv zu testen und schließlich zu überarbeiten.

Aber auch nicht Magic Spieler hatten die Chance dabei zu sein und letztlich geht’s bei den Pfadfindern ja auch darum, alle mitzunehmen.

Gut Pfad, Jonas