Chill-Lager? Von wegen!

Für letztes Wochenende war mal wieder ein Lager im Gemeindezentrum in Londorf angesetzt. Schon in der Anmeldung wurde den Sipplingen ordentlich Honig ums Maul geschmiert, indem dem ihnen geraten wurde, den Anfang der kälteren Jahreszeit doch auf einem schönen „Chill-Lager“ zu verbringen. Doch es konnte keiner ahnen was wirklich der Fall war…

„Hier kann man alles tun um den Winter noch ein bisschen bei Seite zu schieben. Nicht nur die kuschelige Lavalampen-Stimmung, gemeinsam Filme schauen oder einfachmal dem Klang einer Stimme beim Vorlesen folgen. Doch Vorsicht, der Schein trügt… “ – Anmeldung zum Wochenende

Spätestes bei der Taschenkontrolle wurde jedem klar, dass dies keineswegs ein gemühtliches Wochenende werden würde, sondern eher eines mit einem „leicht militärischem Flair“. Sämtliche Unterhaltungsmedien (wie Instrumente und Kartenspiele) wurden mit eiserner Härte entzogen. Stattdessen gab es ein Päckchen mit Verpflegung für die nächsten 24 Stunden. Nach einer kurzen Probe der vorhanden Kräfte durch Armdrücken, ging es schließlich joggen (womit einige der „Rekruten“ bereits überfordert waren). Nach ca. 45 Minuten gemütlichen Joggens gab es Abendesssen, bestehend aus einer 5-Minuten-Terrine und sonstigen Sachen aus dem Verpflegungspacket. Zudem war es war bemerkenswert welche Komunikation und welcher Handel bei den Mahlzeiten aufkam. Nach diesem eher weniger nahrhaften Snack war schließlich Schlafenszeit. Aber was wäre eine militärische Ausbildung ohne nächtliche Übungen? Also gab es gegen 1:30 Uhr noch ein Spielchen und ein eine Mutprobe zu bestehen.

Nach morgentlichem Frühsport und einem Frühstück aus verschweißtem Brot und kleinen Portionen an Belag, galt es dann eine Reihe an Übungen und Wettkämpfen zu bestehen, um Kraft, Ausdauer und Geschicklichkeit unter Beweis zustellen.

 

Schließlich wurde nach dem Mittagessen, welches wieder aus delikaten Fertigessen bestand, das Lager doch offiziell in ein Chill-Lager umgewandelt. Die Führungsrunde entschuldigte sich darauf hin mit Kuchen, einem 4-Gänge-Menü und einem Singeabend bei den Teilnehmern für all die Strapazen der letzten Stunden. Am letzten Tag stand dann ein ausnahmsweise nahrhaftes Frühstück und der Gottesdienst im Lodorfer Dom auf dem Plan.

Abschließend kann man sagen, dass manche Teihlnehmer neben einem ordentlichen Muskelkater, auch die Erfahrung mitgenommen haben, nicht alles zu glauben was in einer Anmeldung steht. In diesem Sinne…

Gut Pfad, Leon

Chilllager10

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